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Saison- Rückblick Teil 3 das Fazit

Saison- Rückblick Teil 3 

Der letzte Teil unsere Saison Bewertung 2023/24 das Fazit am Ende ist wohl auch der schwierigste Part, weil die Saison geprägt war von extremen High- und Downlights, die man selten in so einer Diversität gleichzeitig vorfindet. Eine Saison, in der Christian Fiél zum ersten mal in der Verantwortung als Cheftrainer bei den Profis des 1. FC Nürnberg stand.

Die Saison begann im Großen und Ganzen positiv mit wieder deutlich mehr Offensivaktionen und insgesamt besserem Spiel nach vorne, das sich alle nach der vorangegangenen Saison gewünscht haben. Man versuchte mit den dribbelstarken Neuzugängen Okonuki und Hayashi wieder deutlich mehr Stress bei den gegnerischen Abwehrketten auszulösen in zahlreichen Dribblings und direkten Duellen rund um die Box des Gegners und gleichzeitig mit dem jungen Can Uzun im offensiven Mittelfeld. Auf der rechten Seite setzte man auf den Speed von Benjamin Goller, von dem man zu Beginn der Saison den großen Durchbruch erwartet hat zumindest aber eine signifikante Weiterentwicklung.

Alles basierte auf dem Plan von der Abwehr beginnend mit flachem Aufbau und Passspiel nach vorne ins letzte Drittel zu kommen. Das lange Holz, um die Pressinglinien des Gegners zu überspielen, wurde verbannt und durch den Plan ersetzt das gegnerische Pressing durch schnelles vertikales Passspiel zu durchspielen. Zusammgefasst wurde unter dem Spanier Christian Fiél ein neuer Stil etabliert, wen wundert es auch, er ist schließlich glühender Anhänger von Pep Guardiola sowie dem FC Barcelona, daher überrascht Christian Fiéls Idee von Fußball nicht sondern ist stringent, was man sich davon erwartet hat.

Das Spiel des 1. FC Nürnberg wurde auch tatsächlich wieder attraktiver und besser anzusehen. Nach mühevollem Saisonstart mit der Niederlage in Rostock und danach einem etwas schmeichelhaften Unentschieden im ersten Heimspiel gegen Hannover 96 einem Spiel, das mehr einem Elfmeterschießen glich. In Folge konnte der FCN sich im Mittelfeld der Tabelle etablieren und immer wieder einstellige Tabellenplätze im Verlauf der Hinrunde belegen, was als Weiterentwicklung wahrgenommen wurde, da man ja die vorherige Saison am Ende noch vor einem möglichen Abstieg zittern musste. In dieser Phase der Hinrunde ging auch der Stern des jungen Can Uzun steil auf, der nicht nur als sicherer Elfmeterschütze auffiel jugendlich unbekümmert sondern genauso mit sehr feinen Slalomläufen und Dribblings ins Auge fiel. Dabei muss man anmerken, das 1. Saisondrittel bei den Profis bestritt Can Uzun sogar als noch 17 jähriger Jugendspieler.

Ebenso schon zur Hinrunde war es auffällig, dass der FCN zwar viel mehr spielerische Lösungen suchte, aber die Gegner auch immer wieder mit einfachen, haarsträubenden Fehlern im Passspiel oft schon an der ersten Pressinglinie zu schnellen Gegentoren einlud. Der Plan war erkennbar, aber es fehlte die ganze Saison über die Sicherheit und Stabilität im Aufbauspiel einige würden sagen, es fehlte an der Qualität der Spieler.

Jedesmal wenn der Club sich mühsam auf einen einstelligen Tabellenplatz vorgearbeitet hatte, kam ein Gegner, der dem Club klar machte, nach weiter oben gehören wir noch nicht hin mit herben Niederlagen, Knackpunkte das Spiel in Karlsruhe mit einer deutlichen 1:4 Niederlage und gleich danach kam Fortuna Düsseldorf, die uns humorlos mit 5:0 aus dem eigenen Stadion schossen.

Kommen wir zum Gesamtbild der Hinrunde, man sah durchaus eine spielerische Weiterentwicklung, dazu muss man ergänzen ohne echten 9er im Sturmzentrum. Weder Hayashi noch Schleimer waren durchschlagskräftige zentrale Stürmer. Von einer Kopfballstärke im Sturmzentrum konnte schon gar nicht die Rede sein.

Hier versuchte man zur Winterpause mit Sebastian Andersson, der vereinslos war und aus einer langen Verletzungspause kam als Neuverpflichtung nachzulegen.

Erwähnenswert auch der Wechsel bei der Nr.1 im Tor weil Mathenia nach einer Verletzungspause nicht mehr zurückfand auf seinen gewohnten Platz als Stammtorhüter, den er an den soliden Carl Klaus über die komplette Rückrunde verlor.

Auffällig war die ganze Saison über in schwierigen Spielen fehlte oft die Festigkeit oder der Wille sich nochmal dagegenzustemmen. Keiner auf dem Spielfeld ging voran, um andere mitzureißen. Der Club hat keine Leader oder wie der Bundestrainer Julian Nagelsmann es einmal ausdrückte .. die „Worker“ fehlen, die dann die Ärmel hochkrempeln, wenn es schwierig wird.

Die Rückrunde plätscherte dahin, man bewegte sich mit leichten Ausschlägen sicher im Mittelfeld der Tabelle bis das Rückrunden Derby gegen die Greuther kam, das man nach gutem Start und der Führung aber schon nach wenigen Minuten in Unterzahl weiter führen musste, weil Jens Castrop mal wieder vorzeitig vom Feld musste. Nach meiner Meinung war Gelbrot zu hart, weil Green ganz geschickt in meinen Augen auch absichtlich eng vor Castrop kreutzte und der ihm fast zwangsläufig in die Hacken lief. Sah leider nicht gut aus. Nur noch zu Zehnt war dann in Fürth auch kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

Erneuter positiver Stimmungs Wendepunkt war das erstaunlich starke Spiel im Berliner Olympiastadion gegen die Hertha, tolles Spiel vom Club, aber man hat eben wieder 2 Punkte liegen lassen nach zwischenzeitlicher 3:1 Führung und dem Gala Auftritt schlechthin von Can Uzun als er die Hertha Abwehr gegen 5 Gegenspieler wie Kegel durchdribbelte und einnetzte und seine Gegenspieler sogar auf dem Hosenboden saßen. Man gab die Führung aber erneut aus der Hand, weil man der Intensität der Herthaner nicht standhalten konnte, die angeführt wurden vom wild gestikulierenden Reese. Dem Club fehle regelmäßig eine hohe Laufleistung vor allem die intensiven Läufe. 

Ein paar Spieltage später in Schalke, die lange Zeit der Saison deutlich hinter uns standen in der Tabelle, hier kam gefühlt der nächste Stimmungskiller. In dem Spiel gegen unsere „Freunde“ zeigte sich erneut deutlich, dass der 1. FCN in dieser Saison bei hoher Intensität nicht mit kommt. Schalke dominierte mit solidem Handwerk und einer hohen Laufbereitschaft das Spiel und nutzen mal wieder einfache Fehler entschlossen. Diese Traumata Schalke und der HSV, gegen die wir einfach nie punkten, ganz egal wie eng die Spiele sind und auch egal ob sie vor oder hinter uns in der Tabelle stehen. Bessere Freunde als den Club kann Schalke gar nicht finden, gegen uns gibt es immer 3 Punkte. Mehr noch gerade dieses Spiel war emotional erneut ein Wendepunkt. 

Von da an ging es auch mit einer herben Niederlagen Serie komplett in den Keller stimmungsmäßig, in der auch viele Stimmen laut wurden, die Trainer Christian Fiél hinterfragten. Offensichtlich hat diese Zeit im letzten Drittel der Saison als viel Kritik auf die Mannschaft und Trainer einprasselte auch Eindruck bei dem stolzen Spanier Christian Fiél hinerlassen. Gefühlt geriet man sogar nochmal in Abstiegsgefahr, die man mit einem souveränen Heimauftritt gegen Elversberg aber wieder ad acta legen konnte.

Dennoch gerade das letzte Saisondrittel hat sich nicht gut angefühlt und auch etwas mit dem Gebilde Mannschaft und Trainer Fiél gemacht aber auch mit den Verantwortlichen. Hecking wurde entlassen, der versuchte die Saison als solide schön zu reden und zudem mit lautstarken Kabinenpredigten auffiel, zu denen Fiél in der Kabine ironisch angemerkt haben soll,  „dann kann ich ja gehen“.

Viele auslaufende Verträge wurden mit Ansage nicht mehr verlängert. Can Uzun und Nathaniel Brown wurden erwartungsgemäß teuer verkauft. Dieses Geld benötigt der 1. FC Nürnberg auch dringend, so dass daraus kein Vorwurf abzuleiten ist.

Genau genommen kann man aus der vergangenen Saison sportlich betrachtet gar nicht viel mitnehmen in eine neue Saison, weil die Mannschaft nicht mehr da ist, abgesehen von einem kleinen Grundgerüst. Es stellt sich auch die Frage, hat die Mannschaft sich in der Rückrunde begonnen hinter dem Medienwirbel und den Fähigkeiten eines Can Uzun zu verstecken? Fühlte sich die Mannschaft auch gar nicht mehr ausreichend beachtet, da bei Siegen meist nur über Can Uzun und seinen Wundertaten berichtet wurde? Offensichtlich ist das Spagat zwischen durchschnittlichen Zweitligaspielern und herausragenden Talenten eines Can Uzun und an der Stelle natürlich auch Finn Jeltsch nicht gelungen, was die Mannschaft als Ganzes betrifft.

Natürlich sind wir dankbar für die Glanzlichter, die ein Can Uzun gesetzt hat, aber die Mannschaft hat sich in seinem Schatten in meinen Augen nicht mehr weiterentwickelt und auf die kommt es ja an, weil uns Can Uzun verläßt. Gefühlt stehen wir jetzt nach der Saison vor einem Neuanfang, wie man ihn nur nach einem Abstieg aus der ersten Liga kennt. Komplette Umbrüche sind leider etwas, was der Club in Vergangenheit nie besonders gut konnte. Das muss aber nicht so bleiben, dafür gibt es auch gute Gründe.

Einer der Gründe könnte Joti Chatzialexiou sein, der als Nachfolger von Dieter Hecking als neuer Sportvorstand verpflichtet wurde. Vielleicht gelingt ihm es diesen großen Umbruch erfolgreich zu organisieren. Eine seiner Hauptaufgaben wird auch zuerst sein, die verwirrenden Medienmeldungen um Trainier Christian Fiél und Hertha BSC abzuklären und Licht ins Dunkel um den Trainer zu bringen.

Wir werden sicher keine langweilige Sommerpause erleben, zwischendrin ist ja noch eine schöne nette Heim Europmeisterschaft die  EURO24 und den Nagelsmännern und für den 1. FC Nürnberg sehr, sehr viel Arbeit zu erledigen.

Gefühlt stehen wir mal wieder vor einem Umbruch ohne die wichtigen Can Uzun Tore, der nebenbei erwähnt auf dem bekannten Portal Transfermarkt  zum besten Spieler der Saison 2023/24 der 2. Liga gewählt wurde.  Joti Chatzialexiou so liest man wurde nicht zuletzt auch verpflichtet um diesen Weg mit den jungen Talenten weiter zu entwickeln und aufgrund seiner Vernetzung aus seiner DFB Zeit mit dem Elite Nachwuchs im deutschen Fußball dafür der geeignete Mann am Ruder ist. Wir drücken ihm dafür die Daumen und sind sehr gespannt auf die nahe Zukunft  in der, wie schon betont, sehr viel Arbeit auf unseren neuen Sportvorstand zukommt. 

Autor: Juwe
Bildquelle: Juwe

   

22 thoughts on “Saison- Rückblick Teil 3 das Fazit

  • Wenn man den Trainer behalten will sollte man ab 01.06. keine Freigabe mehr erteilen.
    Interessierte Vereine müssen sich eben schnell entscheiden.
    Der Club braucht Planungssicherheit.

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    • In erster Linie gehts halt ums Geld und da wird geschachert bis zum bitteren Ende.

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  • „Die Saison begann im Großen und Ganzen positiv mit wieder deutlich mehr Offensivaktionen und insgesamt besserem Spiel nach vorne, das sich alle nach der vorangegangenen Saison gewünscht haben.“

    Vielleicht sind gerade deshalb die Enttäuschung und der Frust im Moment so hoch. Da glimmte etwas Hoffnung auf, immer wieder war auch bei Kommentatoren zu hören, dass der Club möglicherweise zumindest Platz 3 angreifen könnte. Und das bei attraktiver, lang nicht mehr gesehener Spielweise. Mit einem Trainer, der durchaus als Sympathieträger taugt, authentisch engagiert. Meiner Meinung nach der erste echte „Typ“ seit Hans Meyer. Manche hier fanden seine PKs teilweise peinlich, sagen wir es mal so, er war gegen Ende hin halt echt angefressen und wir wissen nicht, ob er neben einer gezeigten zunehmenden Rat- und Hilflosigkeit sich nicht auch über sich selbst geärgert hat, denn ambitioniert ist er, das zeigt der von ihm vorgegebene Spielstil.

    Und die Situation jetzt: als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet, könnte man fast sagen. Weniger vielleicht Tiger, Bettvorleger passt aber leider schon. Wenigstens nicht abgestiegen, aber wieder erst spät, am vorletzten Spieltag, gesichert. Und Fürth vor uns. Wieder mal. Und das bei den begrenzteren Möglichkeiten. Die machen was besser, muss man anerkennen.
    Bei der Verpflichtung des neuen SV hat der Club gerade noch die Kurve gekriegt. Der ein bisschen eine Wundertüte ist, weil ein Vereinsumfeld doch anders funktioniert als der Verband. Aber lassen wir uns mal positiv überraschen. Weniger schön ist das Schauspiel um den Trainer, hoffentlich gibt es da bald mal Klarheit. Ich mag CF, verstehe aber auch die Bedenken vieler hier, dass er vielleicht längst verbrannt ist und wahrscheinlich beschäftigt ihn das gerade selbst. Also suboptimale Ausgangssituation. Geht er nach Berlin, könnte man aber fast darauf wetten, dass er dort Erfolg hat. Wo steht Rapid gerade? Auch so ein Muster. Was ist los in Nürnberg? Beim neunmaligen Meister und vierfachen Pokalsieger, wie Belschanov nie unterlässt, zu erwähnen (so etwas nennt man heute, glaube ich, übrigens „Mikroaggression“ – dem Club scheint die ruhmreiche Vergangenheit mehr Last als Ressource zu sein).
    Die Neuverpflichtungen bisher: Jander und Soares sind zumindest mal nicht verkehrt. Dachte man vor einem Jahr bei Marquez, Hayashi und Co aber auch schon. Man ist gespannt, wer die nächsten Namen sind.
    Somit eine Phrase zum Abschluss: es bleibt spannend rings um den Club.

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    • Meine Prognose: Die Saison 23/24 wird – anders als so manch andere Spielzeit – ins Langzeitgedächtnis von uns Clubfans eingehen. Als die legendäre Can-Uzun-Saison. Und man wird Kindern und Enkeln von den fantastischen Toren eines 17- und 18-Jährigen erzählen, der fast allein den Club in der Liga gehalten und die Gegenspieler schwindlig gespielt hat. Und wir werden sagen können: Wir waren dabei…

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      • Stimmt natürlich auch wieder. Und wir (?) waren auch dabei, als der heutige D-Nationalmannschaftskäptn im magischen Dreieck Platz 6 für den Club in der Bundesliga erspielt hat. Trainer war damals übrigens ein gewisser DH.

    • Rapid landete auf Rang 4 und der Fußball ist unter Klauß nicht besser geworden.
      Das Pokalendspiel gegen Sturm Graz wurde laut dem Ex -Nürberg Coach wegen des Schiedsrichters verloren.
      Liegt oder lag es an Fiel bzw. Klauß oder am schlecht zusammengestellten Team , dass es enttäuschend ist bzw. endete ?

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  • „Can Uzun auf dem bekannten Portal Transfermarkt zum besten Spieler der Saison 2023/24 der 2. Liga gewählt“

    Das ist mal wieder typisch: beim Kicker hat er es nicht einmal in die Mannschaft der Saison geschafft. Der Kicker hat schon eine komische Haltung…

    A propos komische Haltung:
    Dieter, Hecking, den ich bis zum Ende der Vorrunde noch für einen guten Griff gehalten habe, hat bei mir letztlich sehr viel Kredit verspielt. Zu sehr häuften sich seltsame Aussagen und Auftritte. Vielleicht hat er am Ende auch seine eigene Unzufriedenheit nicht mehr in den Griff bekommen. Die Entlassung war daher aus meiner Sicht absolut folgerichtig und vermutlich auch deren Zeitpunkt.

    Was mich allerdings immer noch brennend interessieren würde, ist die ominöse Geschichte mit der Fernbedienung, die leider nur hinter der Bild Paywall thematisiert wurde. Was war da jetzt wirklich? Kann uns hier im Forum jemand weiterhelfen?

    Der neue Sportvorstand jedenfalls, Joti Chatzialexiou, macht in allem, was man über ihn lesen kann, einen hervorragenden Eindruck. Es wirkt, als wäre uns da ein wirklicher Glücksgriff gelungen. Ich hoffe nur, er kommt auch mit der Vereinsarbeit zurecht. Der einzige Punkt, der hier noch Zweifel erlaubt.

    Letztlich muss jetzt erst mal dringend die Trainer-Affäre beendet werden. Damit wir uns in Ruhe dem Neuaufbau widmen können. Die bisherigen Neuzugänge scheinen zumindest nicht verkehrt zu sein. Wenn es uns jetzt noch gelingt, Lukas Görtler aus der Schweiz zu holen, wie es ja schon als Gerücht kursiert, dann hätten wir eine erste wirkliche Verstärkung gefunden.

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    • „Fernbedienung“: Angeblich hatte Hecking Probleme mit einem Bildschirm/Videoanalyse. Erik Wekesser wollte zur Hand gehen worauf Hecking ihn angeblafft hätte er käme schon klar und Wekesser solle lieber besser spielen.

      Sinngemäß laut Bild, allerdings hat jetzt auch der letzte im Büro den BILD+ Zugang gekündigt.

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      • Vielen Dank!

        Ein weiteres Puzzlestück zu dem Eindruck, dass Hecking am Ende eher gestört als geholfen hat.

      • Ja ohne Einzelheiten überprüfen zu können, aber ich habe das auch schon mal geschrieben, möglicherweise verlässt mit Hecking auch eine sehr in sich erstarrte, krimmige Energie den Valznerweiher, da empfinde ich Joti als völlig anderen Typen, viel offener, sachlicher ..vielleicht kann das auch neue Energie freisetzen oder vorhandene wieder loslösen.

    • Ich wäre mit vorschnellen Urteilen vorsichtig. Immerhin ist er reiner Theoretiker. Und auch bei Hecking waren alle – inkl meiner Wenigkeit- zu Beginn zuversichtlich. Bei mir war der Kredit Heckings in der vergangenen Rückrunde aufgebraucht. Wer noch zur Winterpause den Kader für „viel besser“ und als Platz 6 Kader einschätzt und dann auf der letzten Profilrille in der Liga bleibt, hat kein Gefühl für eine geschlossene Kaderzusammenstellung. Leider hat es der AR diametral anders gesehen und Hecking sogar noch verlängert..

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      • Bei Hecking waren bei weitem nicht *alle* zuversichtlich.

        Und wenn du sagst, dass du ab der vergangenen Rückrunde nicht mehr zufrieden warst: Sein Vertrag wurde im Oktober 22 verlängert, also zu einem Zeitpunkt, zu dem du offensichtlich der gleichen Meinung warst wie der Aufsichtsrat, obwohl es damals schon reichlich Kritikpunkte gab.

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      • Ein es waren schon zu Beginn der Verpflichtung von Hecking viele skeptisch, schlicht weil er noch nie Sportvorstand war und man auch aufgrund seiner Tätigkeit als Trainer keine Idee davon hatte was er als Sportvorstand machen will. Für mich stellte sich auch die Frage was will Hecking als Sportvorstand erreichen und in welcher Zeit. Als er dann vor der Verlängerung 2022 damit kokettierte er könne auch wieder heim nach Hannover war für mich endgültig der Ofen aus.

    • Naja, wen hättest du den rauslassen wollen?
      Hartel – wohl mit Reese der beste Spieler der Liga und 30 Scorer
      Skrzybski – Dreh- und Angelpunkt in der Offensive eines Aufsteigers
      Reese – 28 Scorer (10 mehr als Uzun)
      Tabakovic – 30 Scorer und Torschützenkönig
      Glatzel – 31 Scorer und Torschützenkönig
      Tzolis – 31 Scorer und Torschützenkönig

      Ich finde das passt schon so. Uzun hatte immer seine Momente aber er hat unser Spiel nie so geprägt wie es die Genannten bei ihren Vereinen gemacht haben (er ist ja auch erst 18).

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      • So gesehen könnte man am ehesten Skrzybski weglassen – oder man macht Reese zum Schienenspieler und bekommt einen freien Mittelfeldplatz 😉

      • Reese ist schon Schienenspieler. Die Kicker 11 ist im 3-4-3 formiert.
        Neben Hartel spielt da Irvine. Ich glaube da muss man jetzt nicht ernsthaft diskutieren ob Uzun hier nicht besser hingepasst hätte.
        Über Skrzybski kann man noch am ehesten streiten. Allerdings wäre er in deiner Logik auch wieder Schienenspieler und das ist Uzun ja nicht 😉

      • Tja, dann muss man eher die User von TM.de hinterfragen 😉

        Der Laden scheint fest in Club-Hand zu sein. Besser als Hartel oder Reese sehe ich ihn auch nicht…

  • Da ja der ein oder andere sich auch ums Renommee vom Club sorgt:

    Der Joti ist nun wahrlich keine Wundertüte, sondern die Konsequenz aus dem eingeschlagenen Weg, junge Spieler auszubilden und weiter zu entwickeln!

    Nun können unsere Scouts doch prima Eltern überzeugen, dass mit Joti DER DFB Jugend Fachmann bei uns ist und der Filius/die Tochter somit eine echte Chance hat, Karriere zu machen. Als ‚Klingelputzer‘ des Clubs um neue Talente einzuwerben gibt’s kaum einen besseren SV…

    Mit der Story habe ich tatsächlich im harten Ringen um die besten Talente einen echten USP…🙃 Und der Mann bringt strategische Fähigkeiten sowie Projekt- und Prozeß skills mit, damit die Verzahnung Jugend/U23/Erste noch besser wird. Es würde mich wundern, wenn das nicht mittelfristig dem NLZ einen gewissen Schub gibt

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  • Daß unsere Kapitänin Lea Paulick lieber Ersatztorhüterin bei der Eintracht mit Chance auf Champions League spielt ist aus ihrer Sicht absolut verständlich und bringt uns immerhin 25.000 Euro, trotzdem paßt es aber ins Saisonfazit. Wir sind baw. im Konzert der Großvereine nicht mehr konkurrenzfähig.

    Alles Gute von hier aus!

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    • Ja, das ist in der Tat ein herber Verlust, der weit über den sportlichen Wert hinausgeht. Schließlich haben wir mit Christin Krammer noch eine hervorragende Torhüterin.

      Lea Paulick war aber eine absolute Führungsfigur, positiv Verrückte und hat mit ihrer Emotionalität den Laden zusammen gehalten. Sicherlich war das auch ein wichtiger Faktor für den Aufstieg.

      Ich hoffe, der Aderlass bei den Frauen schwächt sie nicht auch in emotionaler Hinsicht. Ein bisschen Sorge macht mir das schon, dass jetzt nach Jessica May schon die zweite wichtige Führungsspielerin weggeht. Ich bin auch mit dem Trainer ein bisschen skeptisch. Mich hat er nicht überzeugt bisher.

      Antwort
  • @Holle. Lass uns mal bitte sortieren. Bis Oktober 23 gab es auch schon keine Anzeichen für eine positive Performance. Richtig zufrieden war da niemand. Aber es war noch zu früh den Stab komplett mit Hecking zu brechen.

    Aber wozu bitte eine vorzeitige Verlängerung? Ähnlich bei der Rebbe-Verlängerung. Dafür gab es keinerlei Grund. Das fühlt sich nach Vetternwirtschaft an.

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    • Ich kann dir nur dasselbe sagen wie am Freitag: Heckings Vertrag wurde im Oktober 2022 verlängert.

      Es ist zwar korrekt, dass es damals (und davor, dawzischen und danach) keine Anzeichen auf eine positive Performance gab, aber vieles von dem was DU ihm vorwirfst, ist erst danach, teilweise eine Saison danach passiert.

      Warum eine vorzeitige Verlängerung? Nun, ob im Oktober verlängert werden musste kann man tatsächlich streiten, für mich war das ein Statement des AR in Hinblick auf die JHV. Aber spätestens im Winter hätte man ohnehin überlegen müssen, ob man mit ihm weitermachen will oder nicht, weil man bei sechs Monaten Restlaufzeit ansonsten einen Nachfolger suchen hätte müssen.

      Ich gehe auch jetzt davon aus, dass nicht das sportliche Abschneiden sondern sein persönliches Auftreten in den letzten Wochen und Monaten zur vorzeitigen Trennung geführt haben und man es wohl ansonsten noch ausgesessen hätte…

      Antwort

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