Hinter vorgehaltener Hand
Anlässlich einer jeden Fußball-Weltmeisterschaft gefallen sich die Regelhüter der schönsten Nebensache der Welt darin, neue Regeln aus dem Hut zu zaubern. Mitunter sind diese nicht nur innovativ, sondern auch kurios. So besagt eine der diesmal neu eingeführten Regeln, dass ein Spieler, der sich die Hand vor den Mund hält, des Feldes verweisen werden kann (klick).
Hätte diese Regel schon bei der letzten in Katar ausgetragenen Weltmeisterschaft gegolten, wäre das erste Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Japan womöglich ohne deutsche
Beteiligung ausgetragen worden, denn vor dem Anpfiff der Partie bedeckten sich die Spieler der DFB-Auswahl mannschaftlich geschlossen den Mund mit der Hand.
Damals wurde der Akt der manuellen Mundverschleierung – eine Geste, deren Motive außerhalb des Sports lagen (klick) – regeltechnisch nicht geahndet. Allerdings wurde diese Unsportlichkeit, die die Konzentration der deutschen Spieler vom Fußball – der bei einer Fußball-Weltmeisterschaft die Hauptsache darstellt – ablenkte, sportlich gesühnt. Die deutsche Mannschaft verlor das Spiel gegen Japan und schied wie schon bei der vorvorletzten Weltmeisterschaft nach der Gruppenphase aus.
Ob sich die Fans der deutschen Mannschaft zum dritten Mal in Folge nach den Gruppenspielen die Hand vor die herabhängenden Mundwinkel halten werden, wird man sehen. Gemessen am Abschneiden bei den beiden letzten WM-Turnieren wäre das Überstehen der Gruppenphase ja schon ein Fortschritt. Es wäre aber noch lange kein Erfolg. Was ein Erfolg wäre, sage ich nicht. Na gut, vielleicht hinter …
… vorgehaltener Hand …
Autor: belschanov
Bildquelle: Internet Stream




Viertelfinale wäre respektabel, ab Halbfinale wäre es ein Erfolg.
Alles darunter wäre mehr oder weniger nah an einer Blamage…
Ich dachte, ich spreche es mal unverblümt und unverdeckt aus!
Mit 4 Siegen ins Achtelfinale und dann gegen Frankreich nach engen 90 oder 120 Minuten
verlieren wäre aber weit entfernt von einer Blamage.
Richtig. Weit entfernt, aber eben doch nicht zufriedenstellend und schon gar kein Erfolg. Das würde nach meiner Definition dann weniger nah an einer Blamage sein 😉
Bisschen wie bei der EM, wo man sehr früh auf Spanien traf
Allein schon dieses Foto genügt, um in mir die schlechte Laune aus Qatar zu reproduzieren. Nach Russland und Qatar muss endlich wieder der Fußball im Mittelpunkt stehen und Leistung gezeigt werden. Mit einem weiteren Erlebnis dieser Art will ich mir nicht die WM-Laune vermiesen lassen.
Schön wär’s wenn nach Russland und Quatar wieder der Fußball im Mittelpunkt stünde…wird jedoch mit den USA im Speziellen und der FIFA im Allgemeinen tatsächlich schwierig 🤔