Vorne hui, hinten ?
„Drei Minuten Nachspielzeit”, sagt der Mann im Fernseher, “und der 1. FC Nürnberg führt mit 4:1. Er wird diese Partie gewinnen, der dritte Sieg im dritten Zweitligaspiel dieser Saison, ein Traumstart für den neunmaligen deutschen Meister und vierfachen Pokalsieger, der heute einmal mehr höchst effizient in der Chancenverwertung war…”
„Die Kaltschnäuzigkeit unserer Mannschaft im Abschluss ist erfreulich, bedenklich stimmt aber das Abwehrverhalten. Auf den Außenbahnen wurde dem Gegner zu viel Raum gelassen. Ständig flogen Flanken in den Strafraum, die die Innenverteidiger und den Torwart unter Stress setzten und meinen Blutdruck in die Höhe schießen ließen. Das Ergebnis ist deutlich, aber man kann nicht sagen, dass unsere Mannschaft das Spiel souverän gewonnen hat. Was meinst du, mein Sohn?”
„Wenn man mehr Tore schießt, als man bekommt, lässt sich mit Instabilitäten in der Defensive leben. Ob dieses Konzept gegen Gegner aufgeht, die in der Defensive stabiler und in der Offensive kaltschnäuziger sind als die bisherigen Gegner unserer Mannschaft, wird der weitere Saisonverlauf zeigen.“


Nunja, das gute ist, dass unsere Defensive von Spiel zu Spiel besser zusammenfinden wird. Vielleicht haben wir Glück, dass die Spielpaarungen uns helfen, gut in die Saison zu kommen, aber mit gewachsenem Selbstvertrauen und breiter Brust kann man auch gegen stärkere Gegner bestehen.
Ich trau dem Braten noch nicht so ganz, aber das kann richtig gut werden… 😉