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Analyse zu einem historischen Derby Sieg

Erstmals seit fast 50 Jahren gelang es dem Club wieder, zum zweiten Mal in einer Saison ein Frankenderby zu gewinnen. Mit einem begeisternden Auftritt wurde die Fürther Mannschaft stellenweise auseinandergenommen und Fans und Mannschaft in Feierlaune versetzt. Entscheidend waren bei dem Sieg vor allem die Dinge, die den FCN unter Miroslav Klose schon fast die ganze Saison auszeichnen und die gegen Fürth wieder besser funktionierten als in den vergangenen Wochen.

Hohe Effektivität

Der Club kam über die gesamte Spielzeit nur zu vier ernstzunehmenden Chancen, aus denen drei Tore resultierten. Lediglich die Szene, in der Antiste im letzten Moment auf der Torlinie von Itter abgegrätscht wurde, führte nicht zum Torerfolg. Aus einem xG-Wert von 1,51 drei Tore zu machen, spricht jedenfalls für die FCN-Offensive – wenngleich die eben beschriebene Gelegenheit von Antiste mangels Abschlusses keinen adäquaten Eingang in die Statistik gefunden hat. Diese Situation schlägt nur mit einem xG-Wert von 0,06 zu Buche, der aus Tzimas‘ Schuss aus spitzem Winkel resultiert. Dass hier letztlich nur ein Sekundenbruchteil das 2:0 verhinderte, lässt sich der Spielstatistik hingegen nicht entnehmen. Auch unter Berücksichtigung dieser Chance zeigte sich der Club aber insgesamt genauso kaltschnäuzig, wie es schon bei vergangenen Siegen in dieser Saison häufig der Fall war.

Direktes Spiel nach vorne

Dass überhaupt Chancen effizient verwertet werden konnten, hängt maßgeblich mit dem im Vergleich zu den Vorwochen verbesserten Herausspielen von Großchancen zusammen. Der Club wurde wieder seinem Ruf als eine der umschaltstärksten Mannschaften der Liga gerecht, indem er schnörkellos den direkten Weg nach vorne suchte. Vor dem 1:0 kombinierten sich Jander, Justvan und Antiste, der in dieser Situation wieder seine Fähigkeiten bei der Ballverarbeitung mit der Hacke aufblitzen ließ, mit schönem direktem Spiel zum gegnerischen Strafraum, bevor dann Jander den entscheidenden Pass spielte. Der Chance von Antiste in der 34. Minute ging ein langer Ball von Karafiát Richtung Tzimas voraus, das 3:0 resultierte aus einem direkten Pass in die Gasse von Jander für Tzimas.

Hieran zeigt sich, dass es nicht die Masse an vielversprechenden Situationen war, die dem Club das Spiel gewann, sondern die chirurgische Präzision in den entscheidenden Umschaltmomenten. Schon in der ersten Halbzeit hatte Fürth mehr Ballkontakte im Nürnberger Strafraum als umgekehrt, schlussendlich verzeichneten die Fürther sogar dreimal so viele. Hatte sich die Nürnberger Mannschaft in den letzten Wochen gegen die kompakten Defensiven von Hannover und Münster noch schwergetan, konnte sie nun die freien Räume zwischen und hinter der Fürther Abwehrkette, die Tzimas und Antiste permanent attackierten, für sich nutzen.

Überladungen und Seitenverlagerungen

Zwar war das Fürther Pressing auch in der ersten Halbzeit nicht so erdrückend wie das der vorherigen Gegner, es war situativ aber durchaus vorhanden. Dieses Mal funktionierten jedoch die Nürnberger Befreiungsversuche in einigen Situationen hervorragend. Immer wieder schaffte es der Club, durch Überladungen viele Anspielstationen in Ballnähe zu generieren und so auch den Raum für Seitenverlagerungen zu schaffen.

Vor dem 1:0 verlagerte Jander für Justvan auf die linke Seite, was der Fürther Hintermannschaft auch dank Tzimas‘ Körpertäuschung deutlich zu schnell ging. Vor dem 2:0 erfolgte die Verlagerung auf Janisch, der den in den freien Raum startenden Drexler einsetzte. Hrgota nahm den Innenverteidiger, der seine Rolle bis dato eher klassisch interpretiert hatte und nun im Derby seine offensiven Fähigkeiten zeigte, zu zögerlich auf und ließ sich dann durch einen Haken ausspielen. Da dieses Mal auch die Strafraumbesetzung sehr gut funktionierte, fand Drexlers präzise Hereingabe in Justvan ihren Abnehmer.

Intensität

Auf die gesamte Spieldauer gerechnet waren die Statistiken in puncto gewonnene Zweikämpfe und Balleroberungen beinahe ausgeglichen. Ein wenig anders sah das Bild aber in der ersten Halbzeit aus, in der der Club fast 50% mehr Zweikämpfe gewann als Fürth und somit auch kämpferisch dominierte. Bemerkenswert war vor allem das Gespür der Spieler für den richtigen Moment des Zugriffs auf den Fürther Ballführenden. Sowohl dem 1:0 als auch dem 3:0 gingen Fürther Ballverluste im Mittelfeld voraus, die der FCN durch gezielt ausgeübten Druck provoziert hatte.

Die Intensität der Mannschaft stimmte jedenfalls vom Torwart bis zu den Mittelstürmern: So klärte Reichert nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Antiste aufmerksam und war auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Nürnberger Staffelung bei einem Steckpass ausnahmsweise nicht stimmte, zur Stelle. Ebenso waren Janischs tolle Grätsche gegen Hrgota kurz vor dem Strafraum und Lubachs Einsatz an der Grundlinie, mit dem er eine Ecke gerade noch verhindern konnte, für die Moral der Spieler exemplarisch. Nach der Vorlage zum 2:0 leitete Drexler durch seinen beherzten Zweikampf gegen Klaus, als er klasse nach vorne verteidigte, noch das 3:0 mit ein. Tzimas und Antiste zogen jeweils 32 Sprints an, was keiner auf dem Platz überbieten konnte, und beschäftigten die Fürther Hintermannschaft auf diese Weise permanent.

Gute Organisation gegen den Ball

Auch wenn Mitte der ersten Halbzeit ein paar Standards zu viel für Fürth zugelassen wurden, bestach der Club insgesamt durch defensive Griffigkeit. Dieser Aspekt war schon in den letzten Wochen eine Stärke der jungen Mannschaft gewesen, erschien nach dem Feuerwerk der ersten Halbzeit im Derby aber noch einmal beeindruckender. Obwohl die Fürther deutlich mehr Ballkontakte im gegnerischen Sechzehner hatten und in der zweiten Halbzeit mehr Pässe in der gegnerischen Hälfte spielten und häufiger im Strafraum zum Abschluss kamen als der Club, war das Offensivspiel der Kleeblätter doch so harmlos, dass erst in der letzten Minute der Nachspielzeit der erste (vermeidbare) Schuss auf das Tor von Jan Reichert heraussprang. Der xG-Wert von 0,2 über 90 Minuten und der xG-Wert nach Schussabgabe von nur 0,03 sprechen hier eine klare Sprache.

Gerade in der zweiten Hälfte ließ der Club Fürth im Mittelfeld spielen und griff dann in der Nähe des eigenen Strafraums zumeist erfolgreich zu. Unterm Strich verzeichnete der FCN daher fast fünfmal so viele Torverhinderungen wie Fürth, was die reife Abwehrleistung in und um den eigenen Sechzehner demonstriert, zumal der Drei-Tore-Vorsprung bis zur Nachspielzeit nie ernsthaft in Gefahr war. Gleichzeitig wurde die Mannschaft aber auch nicht zu passiv, wie der Ballbesitzanteil von 54% in Halbzeit zwei zeigt.

Fazit

Mit einer konzentrierten, engagierten und spielerisch überzeugenden Vorstellung siegte der Club gegen einen zuletzt formstarken Gegner. Mit der gleichen Spielweise muss die Mannschaft nun nach der Länderspielpause auch in Regensburg auftreten, um dort die nächsten drei Punkte einzufahren. Die Frage nach dem Frankenmeister dürfte aber spätestens seit Sonntag zumindest für diese Saison endgültig geklärt sein.

Datenquellen: FotMob und Kicker

Autorin: Pausenpfiff
Bildquelle: Stream, Juwe

  

48 thoughts on “Analyse zu einem historischen Derby Sieg

  • Willkommen zurück!

    Sehr schöne Rekapitulation, teilweise sogar überraschend: Ich hätte gar nicht gedacht, dass Fü so viele Ballkontakte im Strafraum hatte, weil alles komplett ungefährlich wirkte…

    Ich bezweifle allerdings, dass uns Regensburg so viel Raum zum Spielaufbau lassen wird, sie werden gesehen haben, wie man uns am besten bekämpft…

    Was noch gar nicht angesprochen wurde, war die Schirileistung. Ich fand es klasse, dass er auf keinen der zahlreichen Betrugsversuche der Fürther Schauspielschule reingefallen ist, besonders natürlich auf Hrgota, der nach leichtem Streichler an der Wade umfällt wie ein Stein…
    Auch wenn es vielleicht eine Berührung war, konnte man das sich Hinwerfen so offensichtlich erkennen, dass es Gelb hätte geben müssen!

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  • Habe ich von Reichel schon so erwartet .

    Es wird in Regensburg kein guter Schiedsrichter sein und weil wir ohne Täuschung unterwegs sind
    ist dies für uns dann immer ein Nachteil.

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  • Danke Dir recht herzlich Pausenpfiff!!!

    Habe das Spiel noch einmal anhand Deiner hervorragenden Analyse noch einmal Revue passieren lassen.

    Großes Kino von Dir und unserem Herzensverein. Bin immer noch glücklich…

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  • Das offensive vorschieben von Drexler und das „abkippen“ (keine Ahnung ob das an der Stelle der richtige Fußballbegriff ist) in die 4-er Kette in Ballbesitz war aus meiner Sicht auch das entscheidende belebende Element im Vergleich zu den Spiele in den letzten Wochen. Das ging nach dem Jeltsch-Abgang etwas verloren.

    Mal abseits von Taktik würde ich auch sagen, dass die Einstellung der Spieler einen großen Unterschied zu den letzten Derbys ausgemacht hat. Mit Reichert, Janisch und Seidel standen waschechte Clubberer auf dem Platz. Solche unsportlichen Aktionen wie von Seidel gegen Ende sehe ich eigentlich nicht gerne, aber in einem Derby dürfen sie ruhig auch mal dabei sein. Auch Karafiat und Tzimas wird man für solche Spiele nicht groß puschen müssen und Knoche regelt das einfach mit seiner Erfahrung. Trotz anfänglicher Skepsis wirklich eine gute Truppe die wir da dieses Jahr haben. Mal sehen ob die Abgänge für die nächste Saison kompensiert werden können.

    Seit 2020 sieht die Derby-Bilanz übrigens nicht mehr so übel aus wie in den letzten Jahren. 3S – 2U – 4N. Vielleicht können wir die 20er Jahre ja für uns entscheiden.

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    • Ich finde, dass Du etwas ganz wichtiges bemerkst. Es sind jetzt andere Typen auf dem Platz. Ohne die einzelnen Spieler persönlich zu kritisieren. Aber Okunuki, Goller, Flick oder Gyamerah, sind halt nicht Tzimas, Janisch, Karafiat und Co.

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      • Ich finde, dass Du etwas ganz wichtiges bemerkst. Es sind jetzt andere Typen auf dem Platz. Ohne die einzelnen Spieler persönlich zu kritisieren.

        Na ja viele sind jünger dh. auch formbarer, ich denke aber es liegt sehr viel am Trainer was er einfordert. Ich glaube Fiél hat den Fehler nicht nur bei uns sondern auch in Berlin gemacht, hat vor jedem Spiel Lobeshymnen auf den Gegner gesungen, was da für ein schwerer Brocken auf uns zukommt was die Gegner alles gut machen. (brutal … usw) und damit den Spielern alle Alibis geliefert sogar unterbewußt. Klose ist genau andersrum, wir schauen auf uns, sind fokusiert, wir müssen unser Spiel durchbringen! … Ich finde das ist die richtige Herangehensweise.

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    • Nick Seidel macht es gut aber ein waschechter Clubberer ist er nicht 🙂 Er kam letztes Jahr aus Karlsruhe, wo er alle Jugendmannschaften durchlaufen hat. Und Jan Reichert kam vor 3 Jahren aus Schweinfurth. Vielleicht eine Definitionsfrage, echte Clubberer sind für mich Spieler die aus unserer Jugend hervorgehen.

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    • Ich finde auch, dass die Verstöße der Innenverteidiger ein wichtiger Aspekt in Miros Matchplan sind. Drexler und Karafiat dribbeln zwar nicht so unwiderstehlich an wie Jeltsch. Dafür glänzen Drexler und Karafiat mit einer hohen Passqualität.

      Karafiat wagt sich recht oft in die Nähe des gegnerischen Strafraums, wie die Heatmap zeigt. Bei Drexler sieht das seitenverkehrt ähnlich aus. Damit können beide Unruhe stiften in den gegnerischen Ketten.

      https://www.sofascore.com/de/spieler/ondrej-karafiat/579554#tab:statistics

      Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Abgang eines absoluten Leistungsträgers wie Jeltsch überraschend geräuschlos aufgefangen wurde. Auch von Neuzugang Gruber darf man einiges erwarten.

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    • Solche unsportlichen Aktionen wie von Seidel gegen Ende sehe ich eigentlich nicht gerne, aber in einem Derby dürfen sie ruhig auch mal dabei sein.

      Was hat er da eigentlich gemacht? Hab nur mitbekommen, dass er Gelb bekommen hat, aber wofür war irgendwie aus dem Bild…

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      • Nach einem missglückten Torschuss der Fürther hat er hämisch in Richtung des Verursachers geklatscht. In jedem anderen Spiel unnötig, im Derby aber schon mal in Ordnung.

        @Juwe: Dann hatte ich das tatsächlich falsch abgespeichert. Hatte bei Reichert und Seidel jetzt auch mehrere Jahre in der eigenen Jugend im Kopf. Naja, immerhin sind beide im Freistaat bzw. Unterfranken geboren und sollten somit mit dem Frankenderby etwas anfangen können.

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      • Danke, sowas ähnliches dachte ich mir. Ob das dann zwingend gelbwürdig ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber da hat er wohl auch die zahlreichen vorangegangenen Betrugsversuche mit eingepreist 😉

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  • @fränki:
    Schöner Autokorrekturfehler: Die „Verstöße der Innenverteidiger“: Vor allem Hrgota wird das als ganz ganz bösen Verstoß sehen, dass er am/im eigenen Strafraum von unserem Innenverteidiger ausgeschwanzt wurde. Ich fand das herrlich.

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    • Ah. Okay. Danke @Kumopen. Für Deinen Vorstoß in Sachen Korrektur.

      Die Fürther Fallsucht, insbesondere im Derby, ist auffällig und unsportlich. Aber dieses Mal auch ein Ausdruck von Hilflosigkeit.

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  • Liebe Clubfans Reunited People 🙂

    ich habe für euch beim Club nach den Panini Alben und Bilder nachgefragt, das betrifft vor allem diejenigen, die nicht hier in Region wohnen und in den Zeitungsladen gehen können, sondern weiter weg leben, dort liegen die ja nicht aus. Ihr könnt das auch bequem online bestellen.

    Antwort von der Fanclubbetreuung
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    Hallo Jürgen,

    danke für deine Mail und das Interesse am Paninialbum.

    Das Album könnt ihr bequem online bestellen und zu euch nach Hause liefern lassen: https://www.merchandising-onlineshop.com/fcn/sammelalbum-125-jahre-fcn-15735.html . Es ist wieder auf Lager.

    Beste Grüße vom Club!
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    Sichert euch euer Exemplar, ich glaube das Panini Heft wird mal Kultstatus. Viel Spaß

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    • @Juwe

      vielen Dank für Dein Engagement und Deine Bemühungen.

      Sollte das von vielen hier mitschreibenden und mitlesenden gekauft werden, würde auch die Möglichkeit bestehen, hier einen extra Beitrag fürs „Tauschen“ aufzumachen, dass man nicht laufende andere Beiträge stört und seine eventuellen Anfragen hier einstellt 🙂

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      • Können wir machen, einen Threat einrichten zum Bildertausch, dann wirds aber richtig wild retro romantisch, dann könnt ihr euch analog Briefchen mit den Bildern hin und her schicken. Da wird es einem warm ums Clubherz. Wie in alten Zeiten … Tomorrow never comes weil es ist ja immer heute.

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    • Dann fehlt nur noch eine online-Tauschbörse. 😉

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    • Aktuell sind keine Bilder mehr zu haben… 🙁

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      • Mittlerweile hab ich nach mehreren Versuchen doch eine Bestellung aufgeben können, die ich im Stadionshop abholen kann. Mal sehen, ob alles reibungslos klappt….

        Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, Bilder vor Ort bei den nächsten Heimspielen zu tauschen?! Weiß da jemand was darüber, ob es so eine Möglichkeit d.h. einen Treffpunkt für tauschwillige Sammler geben wird? Wäre das ggf. für jemanden hier interessant?

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      • Ich war gerade im Rewe mein Mittagessen besorgen, da gab es an der Kasse auch welche.

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    • „Die Club-Kollektion wurde mit den originalen Panini-Maschinen im italienischen Modena gedruckt“, steht auf fcn.de.

      Die original Panini-Maschinen laufen somit auf Hochtouren. In Modena, dieser kleinen, stillen Schönheit in Norditalien. Enzo Ferrari wurde dort geboren. Ferrari, Panini und Balsamico-Essig.

      1961 gegründet, habe man mit Blumenbilder-Sammelalben begonnen. Was jedoch floppte – das hätte ich ihnen gleich sagen können. 😉 Dann aber haben die cleveren Panini-Brüder auf Fußball umgesattelt. Heute ist Panini in 150 Ländern präsent. Der Jahresumsatz lag 2021 bei 1,3 Mrd. Euro.

      Ich finde das auch faszinierend, dass man mit Sammelalben zeitlos begeistern kann. Und ja, es hat was, wenn man abends nach einem sammelwütigen Tag durchs Album blättert. Damals war man der King auf dem Schulhof, wenn man ein dickes Bündel Doppelte am Mann hatte. Hast Du zufällig den Cullmann? Selbstverständlich.

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  • Geburtstagsheimspiel gegen ELV hat der DfB gnadenhalber genehmigt, Sonntagsspiel zum 100. von Max Morlock natürlich nicht. Freitag 18:30 zum Aufstiegsendspiel gegen den EffZeh, was ein Dreckstermin.

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    • Ich mag Freitagsspiele auch nicht, aber in diesem Fall ist es wohl eher ein Vorteil für den Club. Flutlicht (naja, ob’s im Mai da schon dunkel ist???), aber zumindest Abendstimmung und erschwerte Anreise für die Kölner…

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    • Ja der Thorsten unser Kölner Podcast Gesprächspartner der unbedingt kommen will nach Nürnberg, hat auch schon geschimpft Freitag Abend Spiel. Schon doof… wir wollten uns unbedingt zum Heimspiel gegen den 1. FC Köln treffen.

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  • @Thorsten78

    Du hast völlig Recht. Sowohl Nick Seidel (in Goldbach/Landkreis Aschaffenburg) als auch Jan Reichert (in Schweinfurt) sind gebürtige Franken und können natürlich was mit dem Frankenderby anfangen.

    Jan Reichert war im vergangenen November bei einem Fanclub-Treffen in der Nähe von Schweinfurt und in der „Main-Post“ war danach Folgendes zu lesen:

    „…Und dann stellt ein Kind die Frage aller Fragen: ‚Was war deine erste Lieblingsmannschaft als Kind?‘ Reichert atmet durch und grinst, auch Fanbetreuer Hartmann hat da ein Lachen auf den Lippen. ‚Sag’s nicht‘, rät er dem Keeper neckisch. Doch der antwortet entgegen dem nicht ernst gemeinten Rat: Der 1. FC Nürnberg.“

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    • Nur off-topic @fränki:
      Finde ich bei Reichert als Ost-Unterfranken durchaus glaubwürdig, aber Seidel/ Goldbach …? Ich wohn jetzt seit fast 6 Jahren nebenan in Aschaffenburg, hier spielt ganz anders als noch in Würzburg die ‚Metropolregion‘ so was von keine Rolle Fußballerisch. Durch die Nähe des westlichsten Unterfrankens zu Rhein-Main (Frankfurts Hochhäuser kann man bei gutem Wetter sehen), insgesamt anderen Regionen (Baden oder Pfalz auch net weit) und auch historisch bedingt ist das hier nicht nur eindeutig SGE-Land, auch 98, OFC, Mainz, KSC und Lautern sogar mit großem Fanklub sind deutlich präsenter in meiner Wahrnehmung neben üblichen überregionalen Verdächtigen S04, HSV und BVB.
      Freilich gibt es hier Unentwegte Glubberer, aber wir sind eigentlich wenige, gefühlt jedenfalls weniger als alle Vorgenannten. spätestens mitm Spessart endet Franken kulturell halt in vielen Bereichen (z.B. der Dialekt): etliche Leute fühlen sich hier (wenn net scho Hessisch) eher noch Bayrisch, sodass sogar 1860er ‚vorkommen‘ 😉
      Schön ist allerdings, dass wenigstens Abwechslung und vielleicht weniger München-Rot als anderswo.
      Und: immerhin keine VfBler oder auch Kleeblätter, falls die für einen relevant… 😅

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      • @Kerwa

        Das stimmt. Nach dem Spessart ist das anders. Es gibt zwar den Fanclub Franconia Aschaffenburg ’08, aber in „Aschebersch“ dominiert die Eintracht. Was bei lediglich ner halben Stunde Fahrtzeit zum ehemaligen Waldstadion nicht verwundert. Dass D98 und der OFC auch stärker vertreten sind, ist aufgrund der geringen Entfernung auch logisch. Und dann gibt es halt wie überall rote Erfolgsfans. Oder gelb-schwarze Modefans. Oder Fans, die in erfolgreichen Zeiten bei Vereinen hängen geblieben sind. Wie zum Beispiel der Aschaffenburger Urban Priol, der den VfL Borussia Mönchengladbach supportet.

        https://www.zeit.de/entdecken/reisen/2017-05/aschaffenburg-bayern-unterfranken-unterschaetzte-stadt

        Dass der Club im Landkreis Aschaffenburg respektive in Goldbach jetzt aber „sowas von keine Rolle spielt“, stimmt so nach meinen Erfahrungen nicht. These war ja, dass ein Franke mit dem Frankenderby was anfangen kann. Dass Tim Janisch als gebürtiger Nürnberger mehr Derby inhaliert hat als ein Nick Seidel aus Goldbach, ist ja ganz klar. Jan Reichert ist nach eigener Auskunft eh vollkommen korrekt sozialisiert als bekennender Clubfan. 😉

        Nick Seidel ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie wichig es ist, dass unsere U23 auch weiterhin in der Regionalliga spielt. „Er hat Potenzial, aber die Entscheidung, den Wildpark zu verlassen, ist vor dem Hintergrund der Situation nachvollziehbar“, wurde Christian Eichner damals zitiert. Eichner bedauerte es, schließlich war Seidel Kapitän der U19. Was Eichner mit der „Situation“ meinte: Beim Club kann sich ein talentierter Spieler besser entwickeln als in der Verbandsliga, in welcher die KSC-U23 spielt. Damals konnte man noch nicht damit rechnen, dass es Seidel sogleich in den Zweitliga-Kader schaffen würde.

        Unsere U23 hat gestern mit 2:1 in Hankofen gewonnen und ist auf Kurs Klassenerhalt. Der 1,91 Meter große Mittelstürmer Piet Scobel erzielte per Kopf den entscheidenden Treffer – wie schon vergangene Woche beim 1:0 gegen Aubstadt.

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  • Emreli hat ja mit Armenien gegen Georgien eine 1:6 Klatsche bekommen.
    Bemerkenswert dabei ist, dass z.B. Ex-KSC Goalgetter Zivzivadse, der alleine uns in einem Spiel 3 Tore eingeschenkt hat, erst in der 77. Minute eingewechselt wurde und kein einziges Tor zum Sieg beigetragen hat. Daraus kann man schon ableiten, dass Georgien richtig gute Spieler hat. Deren Linksaußen Kvaratskhelia spielt für Paris SG und hat einen Marktwert von 85 Mio.
    Ich kann mich an die letzte EM erinnern, da hatte mich Georgien auch vom ersten Spiel an begeistert und sehr positiv überrascht. Vielleicht sollten wir unsere Scouts auch mal dort nach jungen Talenten suchen lassen 😉

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  • @Torschusspanik: Emreli ist Aserbaidschaner, der hatte jetzt ein Testspiel gegen Haiti, welches 0:3 verloren wurde. Bei Georgien:Armenien war er nicht dabei.

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  • BÄÄÄÄHM. ICE TIGERS MOMENTUM! ✊

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    • Der klare Favorit Ingolstadt mittlerweile aber auch ziemlich angepisst. Der Hauptrunden-Erste mit seinen fetten 113 Punkten.

      Alles nicht mehr wichtig. 2:2 nach 4 Spielen. Drei Mal Verlängerung. Krimi.

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      • Die Ingolstädter haben wohl das insgesamt bessere Team, aber unsere Comeback Mannschaft zeigt Moral und eine geile Mentalität. Alles ist möglich….

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      • Ingolstadt ist im Eishockey auch sowas wie Derby, oder?

        Das kommt dann obendrauf, das wurmt besonders 😉

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  • Aber Loddar, unser fränkischer Kommendador sollte bitte lieber nicht mehr Jonathan Tah namentlich erwähnen.
    Jonadahn Da versteht doch niemand außer uns Franken😂

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    • Da muss ich amol a Landsä brechen für den Lodahr. Die Sprache im deutschen TV mit ihrem durchgängigen Hochdeutsch ist inzwischen ähnlicher Einheitsbrei wie das Shopangebot in deutschen Innenstädten. Zwar verwendet man im TV gerne mehr oder weniger passend Anglizismen oder baut insbesondere in Sportberichten gerne Phrasen aus NRW ein. Doch letztlich empfinde ich das als langweilig und ermüdend. Wie herrlich authentisch und aus der Einheitsmasse herausragend ist da die von Lokalidiom geprägte Sprache von LM oder Schorsch Hackel. Dafür braucht sich nun wahrlich niemand zu schämen!

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  • Italien macht aus 0:3 nach der Pause ein 3:3. Zum Glück war Fürth nicht Italien…

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  • Italien vs. Norwegen in der WM -Quali werden interessante Matches.
    Gute Idee von der UEFA das Viertelfinale einzuführen.

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    • Ein Durcheinander ist das. Die einen spielen Nations League. Die anderen schon WM-Quali. Und Emreli spielt gegen Haiti.

      Musste das jetzt alles erst mal „nacharbeiten“. Durch das heutige Weiterkommen steht unsere N11 in einer WM-Quali-Gruppe mit der Slowakei, Nordirland und Luxemburg. Sollte klappen. Italien indes muss sich, wie Du sagst, mit Haalands Norwegen rumärgern.

      Pre-Assist zum 2:0 durch Balljunge Noel Urbaniak (15). Und warum spielt Emreli gegen Haiti? Ist halt einfach so.

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      • Vor allem: Welche Erkenntnisse bringt ein Freundschaftsspiel Aserbaidschan:Haiti während Ramadan?

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      • Jetzt geht’s dann weiter morgen Abend mit einem Testspiel gegen Belarus. Nach einem Testspiel gegen Haiti.

        Wäre halt irgendwie ein positives Zeichen gewesen, wenn Emreli hier geblieben wäre bei seinem Arbeitgeber – nach allem, was passiert ist und in Anbetracht der kommenden Aufgaben.

        Vielleicht seh ich das zu sehr durch die Glubbbrille. Ob er jetzt gegen Haiti und Belarus testet oder nicht – der Club kann mit einem Sieg in Regensburg noch in den Aufstiegskampf mit eingreifen.

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      • Ja mit 3 Punkten in Regensburg könnte der Club mitreden bei den Aufstiegsplätzen zumindest den Druck erhöhen zumal einige noch nach Nürnberg müssen. Aber eben nicht mit Emreli, ich sehe bei ihm gar keine Anzeichen, daß es für uns nochmal Sinn macht mit ihm. Ich glaube er freut sich am meisten darauf, wenn der Club die Option im Sommer nicht zieht, wovon auszugehen ist, dann ist er vertragsfrei und das heißt beim nächsten Vertrag gibts für ihn ein schönes Handgeld wenn er ohne Ablöse ist. Da freut sich dann auch die medienfreudige Mama.. Ich glaube er lebt in seiner ganz eigenen Welt und Wahrnehmung.

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      • Für mich gibt in der Uefa WM Q. zwei spannende Fragen.
        Norwegen hat gestern auch Spiel 2 vs. ISR deutlich gewonnen , hat mittlerweile viele gute
        Spieler . Für Italien sehr unangenehm .
        Rangnick sieht mittlerweile Matches sehr eigenwillig und ist überheblich geworden .
        Mit Rumänien hat Austria zwar das schwächste Team aus Topf 2 erwischt, aber Bosnien- H.
        – hat schon in Bukarest gewonnen -kann in die Suppe spucken.

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  • @Fränki: ich gehe davon aus, dass sich der Spieler im Nationalteam höhere Chancen auf Einsätze – und damit Profilierungsmöglichkeiten für einen neuen Vertrag – ausrechnet als bei uns.

    Die Vita von Emreli mit schnellen Wechseln durch die internationalen Ligen spricht Bände. Und das haben manche Zweifler bereits bei seiner Verpflichtung prophezeit. Er ist talentiert, aber seine Mentalität ist wenig professionell.

    Ich würde zwar freuen, aber auch wundern, wenn er bei uns noch mehr als Jokereinsätze bekommt, da die Forkels und Schleimers im Gegensatz zu Emreli wollen.

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  • @Juwe, Andre

    Kann Euch nur zustimmen. Irgendwie traurig. Man muss da in Zukunft bei Transfers wirklich genauer hingucken. Diese Legionärs-Mentalität geht gar nicht.

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  • Caspar Janders Tor ist leider nicht das Tor des Monats geworden, aber zumindest ist er auf den 3. Platz gelandet. Glückwunsch!

    Das nächste Mal klappt es!

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