Styopa auf den Spuren von Stopyra
„Tor für Nürnberg!“, schreit der Mann im Fernseher, „Ausgleich! Und der Torschütze, der in bester Mittelstürmer-Manier einen abgeprallten Ball im Netz versenkte, ist ein Abwehrspieler. Der Innenverteidiger – man erspare mir die Artikulation des unaussprechlichen Nachnamens, er beginnt mit einem M, der Rest widersetzt sich meinen Sprechwerkzeugen, deswegen nenne ich ihn beim Vornamen – der armenische Innenverteidiger Styopa (klick), der für den griechischen Innenverteidiger Kalogeropoulos – auch das ein Zungenbrecher – eingewechselt wurde, trifft zum 1:1 und die Cottbusser, die Pech hatten, dass ihr Treffer zum 2:0 wegen einer hauchdünnen Abseitsposition nicht anerkannt wurde, haben den Salat, fast hätte ich gesagt: den Buchstabensalat…“
„Merkwürdig, dass sich Styopa als Innenverteidiger so nah vor dem Tor des Gegners befand. Bei einem Eckball wäre das normal gewesen, aber das Tor fiel ja aus dem Spielfluss heraus und nicht nach einer Standardsituation.“
„Fürwahr seltsam, mein Sohn. Vielleicht sieht sich Styopa innerlich ja nicht als Innenverteidiger, sondern als Stopyra.“
„Als Stopyra? Wer ist Stopyra?“
„Stopyra war 1986 bei der WM in Mexiko Mittelstürmer der französischen Nationalmannschaft und stand damals auch im Halbfinale gegen Deutschland auf dem Feld (klick). Ein Tor ist ihm in diesem Spiel allerdings nicht gelungen.“


Herrlich! Stopyra musste ich aber auch erstmal ausgiebig googlen.
Irgendwie könnte es ja sein, dass das ein Stück weit auch sein Auftrag war mit nach Vorne zu gehen. Wenn ich das richtig gesehen hab blieb dafür Janisch als Absicherung hinten.
Übrigens fand ich dass Styopa das insgesamt gut gemacht hat auch in der Defensive. Wie auch gegen Hannemann (glaube so heißt er) und der ist nicht einfach zu verteidigen. Ein ganz „ekliger“ kantiger Spieler mit Milchbubigesicht. 😉
Styopa spielt wohl allgemein sehr aktiv. Er ist stark im Vorwärtsverteidigen und hat viele Bälle abgefangen. Auch im Spielaufbau ist der aktiv beteiligt, und er coacht viel aus der Abwehr.
Ich fand, es war ein starker Auftritt, nicht nur wegen seines Tores. Da konnte man erahnen, warum er eine ordentliche Ablösesumme wert sein könnte. Sein Einstand war halt sehr unglücklich und dann die lange Verletungsmisere…
Ein Back-up, den man bedenkenlos bringen kann. Gut so! Ich glaube, diese Saison ist unsere Bank wesentlich stärker als letztes Jahr.
Richtig, und es wäre ja auch ein bisschen komisch wenn man mit der ganzen Arbeit „nur“ die erste Elf besser gemacht hätte.
Das sollte man in seiner Beurteilung vielleicht ggf. auch mal einbeziehen 😉
Krösche hat bei uns in Frankfurt hingeschmissen. Man darf gespannt sein, ob sich die Gerüchte um Joti materialisieren.
Nein. Joti hat seinen Vertrag erst verlängert.