Der 1. FC Nürnberg kommt wieder
..Ein Kommentar von Fränkie
Länderspielpause. Die letzte in dieser Saison. Schon früh in der Spielzeit war klar: Es wird wieder mal nur eine Übergangssaison. Mit dem mutigen Ziel „Platz 1 bis 7“ wollte unser Sportvorstand oben mitspielen – dieses Vorhaben wurde meilenweit verfehlt. Aufgrund eines fahrlässig in Kauf genommenen Fehlstarts. Mit dem famosen Sieg über Lautern scheint nun aber zumindest das unterste Ende dieses Zielkorridors wieder machbar. Schon alleine aufgrund der TV-Geld-Tabelle sollte man alles tun, um dieses Mindestziel doch noch zu erreichen. Zudem könnte man so mit einem guten Gefühl in die kommende Spielzeit gehen – die dann hoffentlich keine Übergangssaison wird.
Nürnberg grüßt Europa
Der eine oder andere hat es mitbekommen: Der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 stehen im europäischen Viertelfinale. Wer hätte das gedacht? Finanziell für die beiden Vereine ein Segen und in Sachen Image sicherlich auch. Was aber hat das alles mit unserem Club zu tun? Eigentlich nix. Und trotzdem jede Menge. Denn als der Club 1988 in den Europapokal einzog und gegen die AS Roma mit Rudi Völler spielte, waren Freiburg und Mainz noch biedere Zweitligisten. Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt.
Unsere Jugendarbeit ist top
Es ist zwar alles andere als bieder, sondern absolut kultig, wenn 40.000 Clubfans ins Stadion pilgern – um einen mittelmäßigen Zweitligisten zu sehen wohlgemerkt. Der Club hat regional weiterhin eine große Anziehungskraft. Und mit Miro Klose strahlt der FCN auch bundesweit. Unsere Jugendarbeit ist top und das weiß man mittlerweile auch in Europa. Ohnehin dient die Zweite Liga heutzutage als Abklingbecken für einst stark strahlende Traditionsvereine. Und wer bitteschön sehnt sich denn ernsthaft nach Begegnungen mit Hoffenheim, Red Bull oder Wolfsburg?
Die Bundesliga ist alternativlos
Einspruch! Denn gutes Geld verdient wird nur in der Bundesliga. Sich fürs internationale Geschäft zu qualifizieren, geht in der Regel nur in der Bundesliga. Ein großes Argument für einen längeren Verbleib von Top-Talenten wäre die Bundesliga. Generell mehr im Fokus ist man nur in der Bundesliga. Bessere Sponsorenverträge winken nur in der Bundesliga. Das strukturelle Defizit verschwindet über Nacht nur durch einen Aufstieg in die Bundesliga.
Die Wucht eines Traditionsvereins
Der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 stehen dort, wo sie stehen, weil sie beharrlich ihren Weg gegangen sind. Schritt für Schritt. Vom biederen Zweitligisten zum Viertelfinalisten im Europapokal. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber mit der Wucht eines Traditionsvereins kann es deutlich schneller gehen. Fragt nach bei Eintracht Frankfurt. Jedenfalls sollten wir die Hoffnung nie aufgeben, dass wir wiederkommen. So und nicht anders ist Kritik an Verantwortlichen zu verstehen. Und die aktuell Verantwortlichen haben aufgrund deutlich verbesserter Finanzen eine Riesen-Chance, aus der Endlosschleife der Übergangssaisons nach oben auszubrechen. Ohne dabei den Weg zu verlassen.
Autor: Fränkie
Bildquelle: ChatGPT, Juwe



Agree. Mit dem Zusatz, dass der Club ab nächster Saison um den Aufstieg mitspielen muss (nicht aufsteigen), dh jedes Jahr unter den Top 5. Nicht deshalb, weil wir 9 mal Meister waren etc, sondern weil die gesamte Struktur des Vereins samt Kostenblock darauf ausgerichtet ist. Der HSV hat selbst in Liga 2 Gewinn gemacht. U. a. deshalb, weil durch die konstante Positionierung unter den Top 4 die TV-Gelder 4-5 Mio pro Saison höher waren.
Erzwingen lässt sich ein Aufstieg in Liga 1 kaum, da muss alles passen (siehe HSV). Das graue Mittelmaß muss aus meiner Sicht aber ab sofort vorbei sein. Daran müssen sich alle Verantwortlichen messen lassen, bis zum nächsten Saisonbeginn erst einmal das sportliche Management. Oder was seht ihr als Alternative?
Völlig richtig. Jetzt heisst es nach vorne schauen und in der nächsten Saison vorne mitspielen muss das Ziel sein.
Bundesliga und auf junge Spieler setzen paßt das zusammen? Ich fürchte nein.
Beim Ziel top5 zweite Liga gehe ich mit. Bundesliga reicht mir eigentlich vom letzten Mal noch.
Mit einem durchschnittlichen Alter von 22,8 Jahren sind wir in den bisherigen 27 Spielen in der Tat die jüngste Mannschaft der Zweiten Fußball-Bundesliga. Die SV Elversberg ist die älteste Mannschaft (26,1 Jahre).
Die drei ältesten Mannschaften in Liga 1 sind tatsächlich auch Freiburg, Union und Mainz (alle über 26 Jahre). Hätte ich jetzt so nicht gedacht, ehrlich gesagt, ist aber so laut den Sportdaten von “Spiegel Online”. Mit 24,2 Jahren aber kann sich der HSV mit einer relativ jungen Mannschaft bislang behaupten als Aufsteiger.
Insofern passen Bundesliga und auf junge Spieler setzen schon auch zusammen. Allerdings wohl nur, wenn man den Kader ausbalanciert und auch mehr Erfahrung holen würde. Mit einer sehr jungen Mannschaft wie wir Sie derzeit haben, würde man sich schwertun in Liga 1. Das ist wohl wahr.
Andererseits wachsen die Jungs aber auch mit ihren Aufgaben. Und ich wüsste jetzt nicht, warum ein Reichert, ein Lubach, ein Yilmaz, ein Nzingoula oder natürlich auch ein Zoma nicht auch in der Bundesliga bestehen könnten…
Eine Frage:
Was ist der Unterschied zwischen negativem Eigenkapital und strukturellem Defizit?
Ich würde sagen, das strukturelle Defizit folgt aus dem Ungleichgewicht zwischen planmäßigen Einnahmen und planmäßigen Ausgaben. Wir geben also mehr aus als wir einnehmen – und müssen diese Finanzierungslücke durch Sondereffekte wie Transfererlöse stopfen.
Ein negatives Eigenkapital indes kennzeichnet eine bilanzielle Überschuldung. Die Verbindlichkeiten sind somit größer als das Vermögen. Gemäß Wirtschaftsbericht 24/25 ist unser Eigenkapital allerdings wieder positiv.
strukturell bedeutet m.E. immer, dass Fixkosten > Fixerlöse sind. Deshalb kurzfristig nicht zu ändern.
Das sind doch kompetente Erklärungen, wer spielt da immer mit dem Daumen nach unten rum? 😮 Kein Spielplatz, Eltern haften für ihre Kinder … oder so
Ja, das Ziel in der nächsten Saison muss sein vorne mitzuspielen. Dadurch werden die Einnahmen auch steigen, da wir dann öfter live bei RTL beim Spitzenspiel übertragen werden. Schalke wird wohl wegfallen, so daß wir auch die Chance haben, öfter am Samstag abends dabei zu sein. Natürlich ist für so ein Ziel Voraussetzung, zu Beginn am ersten Spieltag so gut wie komplett zu sein und natürlich dann auch eingespielt. Solche riesen Fehler wie letztes Jahr darf es nicht mehr geben. Es wäre natürlich wichtig, einen Spieler wie Zoma zu halten. Wenn natürlich ein Angebot kommt, das man nicht ablehnen kann, dann ist das zwar traurig, aber muss akzeptiert werden. Dann erwartet man aber vom Managemant soviel Qualität, daß man den Großteil des Geldes wieder in starke Neuzugänge investiert, um die Stärke der Mannschaft zu halten oder in der Breite zu verstärken. Es geht zum Beispiel nicht 10 Millionen zu erhalten und dann lächerliche 2 Millionen für irgendwelche Risikojugendspieler oder ausrangierte Ersatzspieler zu investieren. Das hatten wir schon und das geht meistens nach hinten los.
Danke, fränki.
Apropos Kosten.
Im “Clubfunk” wurde erwähnt, dass unsere Gehälter in die Höhe geschnellt wären. Martin Funk sprach von “exorbitant hoch”. Monatsgehälter von 65.000 Euro würden teilweise bezahlt werden. Das Gehaltsniveau sei demnach deutlich höher als unter Vorgänger Hecking.
Erstens finde ich es gut, dass die Medien über unsere Finanzen wachen. Das ist sehr wichtig.
Zweitens aber glaube ich, dass Finanzvorstand Heim seine Zahlen mehr im Griff hat als zuvor Rossow in Bezug auf die Palikuca-Saison. Hinzu kommt, dass wir uns durch die hohen Transfererlöse der letzten Jahre auch durchaus eine teurere Mannschaft leisten können. Und ehrlich: Ein Locho oder ein Markhiyev sind auch anders wohl nicht zu bekommen. Da muss man was bieten.
Drittens wird woanders sicherlich noch mehr bezahlt. In Lautern zum Beispiel. Und bei Hertha sowieso. Auf Schalke wohl immer noch. Und auch in Düsseldorf und natürlich auch in Hanover dürften die Gehälter noch um einiges höher sein.
Aber wie @Thomas Vartiainen oben vollkommen richtig schreibt, ist “die Struktur des Vereins samt Kostenblock darauf ausgerichtet”, dass wir oben mitspielen und im besten Fall aufsteigen. Das kann man nur ganz dick unterstreichen.
Je mehr Top-Spieler man hat, desto mehr Top-Verdiener logischerweise. Bei uns knackt aber angeblich keiner die 1 Mio. Marke beim Jahresgehalt. Topverdiener der Liga ist angeblich Fabian Reese mit fast 2 Mio. €. Aber auch der KSC hat mit Wanitzek einen, der die Million reißt, angeblich 1,15 Mio.
Top-Verdiener bei uns war lt. “salarysport.com” Diop mit rund 780.000 € vor Justvan mit ca. 720.000 €. Also unser Top-Niveau ist deutlich unter den meisten anderen Zweitligisten. Knoche war übrigens an 5. Stelle mit 600.000 €.
Dann ist der Leihabbruch bei Diop mehr als zu verschmerzen. Ein veranlagter Fußballer ist er, aber beim Club nicht so richtig geflogen und dann noch so ein Gehalt!??
Der Tausch mit Rabby war eine der guten Aktionen im Transfermanagement. Ein Spieler, der sofort weitergeholfen hat und den Club hoffentlich mit durch eine sorgenfreie Saison bringt. Allzuviel mehr können wir nicht mehr erwarten, auch wenn aufgrund der TV Gelder eine gute Platzierung zu wünschen wäre.
Ich denke, dass das zu erwarten war. M.E. aber geht das möglicherweise weniger In Richtung Rossow/Heim als in Richtung Aufsichtsrat. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Vorstände ihr Budget freigeben lassen müssen, mit dem sie dann frei haushalten können. Ich finde die Veröffentlichung der Zahlen und Transparenz im allgemeinen total wichtig. Denn dann wird die Mähr von den ach so geringen finanziellen Möglichkeiten Jotis endlich aufgelöst. Aber das hätte jedem klar sein müssen, dass ein Locho vom AC Mailand oder ein Becker aus Hoffenheim und die Knoches und Justvans selbstverständlich in dieser Liga spielen. Falls Reichert und Lubach verlängern, würden die auch in diese Phalanx eintreten. Und das ist auch in Ordnung. Nicht in Ordnung ist die Masse an Flops, die uns eine Menge Geld kostet.
Du hast völlig Recht. Der Aufsichtsrat muss das freigeben. Aber operativ muss der budgetierende Finanzvorstand den Überblick behalten.
Und ja, was Joti macht, ist alles andere als günstig. Aber er tut dies im Rahnen seines Budgets und der Aufsichtsrat winkt es durch.
@Minusdaumen-Mann
Dir auch ein schönes Wochenende. 😉
Im letzten Geschäftsjahr habe man das strukturelle Defizit von grob 5 auf grob 3 Mio. Euro reduzieren können.
Aber ich frage mich schon, wie man dieses im laufenden Geschäftsjahr weiter senken will. Denn: Die Personalkosten werden vermutlich weiter steigen. Aufgrund der vielen Transfer-Bewegungen dürften auch die Beraterkosten immens geklettert sein. Die Clubfrauen haben einen deutlich höheren Etat als in Liga 2. Und die Kosten für JTA, Ehrenberg & Co müssen auch irgendwo bilanziert werden – und keiner weiß, wie hoch diese Datenkosten sind.
Ich befürchte eher, dass unser strukturelles Defizit wieder steigen wird im aktuellen Geschäftsjahr. Ich wüsste nicht, welchen Kostenblock man deutlich abgebaut hätte. Vielleicht hat ja jemand eine Ahnung, wo man Kosten signifikant reduziert hat…
Wir brauchen sportlichen Erfolg.
Dass man die Clubfrauen 2023 wieder in die Männerabteilung eingegliedert hat, ist mir unverständlich. Die Männerabteilung hat doch eh zu wenig Geld, da binde ich mir doch nicht zusätzlich Belastungen ans Bein.
Das war durchaus eine strategische Entscheidung. Frauenfußball wird populärer, da will (oder) muss jetzt investieren. Alle Großen investierten, siehe aktuell Dortmund. Die aus meiner Sicht berechtigte Frage ist, ob das beim Club Sinn macht: Um richtig mitspielen zu können, ist das Budget immer noch zu klein … Die (andauernden) Fehler der Vergangenheit treffen also beide Sparten …
Es ist durchaus ambitioniert, sich als Zweitligist eine Frauen-Mannschaft in Liga 1 zu leisten. Vor allem dann, wenn man keine adäquate Spielstätte hat.
Ich sehe allerdings eher ein Vermarktungs-Problem. Kürzlich zum Beispiel strömten 32.000 Zuschauer zum Spiel der 2. Frauen-Liga zwischen dem VfB Stuttgart und Mainz 05.
Der Etat der Clubfrauen in diesem Jahr liegt dem Vernehmen nach bei 1,8 Mio. Euro. Wenngleich man Ablösen erzielt haben dürfte durch die Verkäufe von Wos und Rusek.
“Die Medienrechte sind zumindest in Deutschland noch weit davon entfernt, einen Großteil der Kosten zu decken. Pro Saison werden durchschnittlich 388.000 Euro pro Verein ausgeschüttet – dagegen hatten die Klubs im Durchschnitt ein Defizit von 1,8 Millionen Euro in ihrer Bilanz stehen, das zumeist durch die Männerseite querfinanziert wurde.” (Quelle: 90min de)
Das Defizit der Clubfrauen ist somit geringer als im Liga-Durchschnitt. Aber für uns als Zweitligist schon ambitioniert, das stimmt.
Ich sehe das aber im Prinzip auch wie @Thomas, dass es strategisch okay ist. Frauen-Fußball wird immer beliebter und ist ein Wachstumsmarkt.
M.E. sind die Personalkosten beim Spieleretat keine strukturellen Kosten. Die müssten operative bzw nichtstrukturelle Kosten sein, weil man sie ja durch den Auslauf von Verträgen oder den Verkauf recht kurzfristig beeinflussen kann.
Strukturell müssten m.E. eher Kosten für Verwaltung sein sowie Zinskosten für langfristige Darlehen oder Aufwendungen, die mit dem Betrieb des Geländes zusammenhängen., etc.
Das ist sicherlich Definitions-Sache. Die Definition von Vorstand Stefan Heim ist folgende:
“Das strukturelle Defizit ist die Spanne zwischen den Aufwendungen und Erträgen nach Abzug der Sondereffekte. Ein Sondereffekt ist beispielsweise das Weiterkommen im DFB-Pokal ins Viertelfinale, da man mit diesen Einnahmen nie sicher planen kann.”
(Quelle: fcn.de)
Nach Heims Definition sind Personalkosten strukturell.
Zitat Fränki:
“Wir brauchen sportlichen Erfolg.”
Stimmt.
Wobei “wir” für die Mannschaft des 1. FC Nürnberg in der 2. (Herrenfußball-)Liga steht.
In der nächsten Saison ist es soweit. Vom ersten Spieltag erwarten wir Erfolge.
Scheinbar machen wohl nahezu alle Clubs ein Defizit mit ihrer Erstliga-Damenmannschaft. Dennoch investieren sie in den Hoffnungsmarkt Damenfußball. Gibt es eigentlich belastbare Planungen, ab wann die Vereine damit rechnen, dass sich der Frauenbereich selbst trägt bzw. gar ein Plus abwirft?
Ich hab da nix Belastbares gefunden. Jetzt wurde erst mal ein Ligaverband gegründet, analog zur DFL, der die Vermarktung vorantreiben soll. Vor allem wohl auch die Vermarktung der Medienrechte.
“Was den Frauenfußball für Sponsoren besonders attraktiv macht, ist das charakteristische Markenumfeld, das sich wesentlich von dem des Männerfußballs unterscheidet: Frauensport wird als familienfreundlicher, fairer, authentischer und ehrlicher wahrgenommen als viele Disziplinen im Männersport.” (Quelle: Beyond the Match, The Sportfive Magazine)
Also, die werbenden Unternehmen warten eigentlich nur darauf, dass der Frauen-Fußball noch deutlich sichtbarer wird.
@Fränki: vielen Dank für die Info zur Definition Heims. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Denn was ist dann der Unterschied zwischen „strukturellem“ und „ordinärem“ Defizit? Strukturell impliziert doch auf Basis der Struktur. Was hat das mit Sondereffekten zu tun? Und dann müsste man ja das sog. strukturelle Defizit unmittelbar in den Griff bekommen können.
“Ein strukturelles Defizit ist ein dauerhaftes Finanzloch im öffentlichen Haushalt, das unabhängig von der Konjunktur besteht, da es bei normaler Wirtschafts-Auslastung auftritt.”
(Quelle: KI)
Der Begriff scheint eher aus der Kommunalwirtschaft zu kommen. Klingt halt scho weng freundlicher als Finanzierungsloch.
Mit Sondereffekten (Transfererlöse, Pokal-Einnahmen) hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Weil diese Einnahmen nicht planbar sind. Personalkosten hingegen sind eine Plangröße, mit der Du am Ende eines Transferfensters schon kalkulieren kannst.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Aufsichtsrat interveniert hat, was zu hohe Personalkosten anbelangt. Denn dass man sogleich 3 Innenverteidiger schnellstmöglich verkauft im Winterfenster, ist untypisch.
Der Unterschied ist, ob das Defizit unter Planannahmen auftreten wird oder nicht.
Beim Club könnte das (reine Spekulation) sowas sein wie:
– am Ende der Saison Platz 7 erreicht
– Pokal 2. Runde erreicht
– Trainer nicht gefeuert
– eher unterdurchschnittliche Personalkosten durch Fokus auf Jugendpieler
– Transferüberschuss von fünf Millionen erzielt
– Zuschauerschnitt 25.000
Wenn ich in der Planung davon ausgehen kann, dass bei Eintreten aller Annahmen (die Auswirkungen auf Einnahmen und Ausgaben haben) trotzdem ein Minus gemacht wird, habe ich ein strukturelles Defizit (das aber durch unerwartete/ ungeplante „Sondereffekte“ wie überraschendes Erreichen des Halbfinals im Pokal, Weiterverkaufsbeteiligung für Browns Wechsel zu Barca, immer volle Hütte weil die Mannschaft so tolle Social Media macht etc ausgeglichen werden kann).
Hätte ich eigentlich bei Eintreten der Annahmen Gewinn gemacht, steige aber ab, keiner geht ins Stadion, Pokalaus erste Runde, drei Trainer verschlissen, keiner will Ablöse für solche Gurkenspieler zahlen, hatte ich eigentlich kein strukturelles Defizit, aber wahrscheinlich dennoch ein sehr reales Defizit in den Büchern…
Wenn die Annahmen nicht übermäßig pessimistisch sind, ist ein strukturelles Defizit also ein Anzeichen für fehlende Nachhaltigkeit, weil man bei Eintreffen der Annahmen über kurz oder lang Pleite geht. Allerdings muss beachtet werden, dass man aufgrund der „kaufmännischen Vorsicht“ manche Einnahmen planerisch nicht berücksichtigen darf. Vielleicht haben wir tatsächlich so eine tolle Nachwuchsarbeit, dass Transfererlöse wie in der letzten Saison jetzt jedes Jahr wiederholt werden, das darf ich aber nicht als Grundannahme haben.
Jotis Lieblingsvokabel im Winter :
Defensiv
Jotis neue Lieblingsvokabel für den Sommer :
Konstruktiv
Um ein Kauf von Rabby zu bewerkstelligen, brauchen wir kreative Lösungen.
Der Spieler möchte bleiben !
Wieviel Kreativität braucht’s da noch ?
Man weiß was man mit ihm hat und wird eh schon reichlich Abgänge haben, die uns wahrscheinlich neue Wundertüten einbringen.
Joti, geh selbst raus oder lass von einem der Vasallen verhandeln und lass den Jungen mit seinem Engagement bei uns !
Lass die Ausreden stecken, die schon vorab formuliert sind.
Das ist typischer DfB-Beamtensprech. Mir ist schon klar, dass er sich schwer tut der Tim Walter der Sportvorstände zu werden. Muss er auch nicht. Aber kein Mensch hat doch zur Wintertransferphase verstanden, dass er das Motto “defensiv” ausgibt. Mit dem schwächsten Sturm der Liga, mit der Perspektive erneut einen Kaderumbruch im Sommer zu haben und auch erstmals mit Maulkorb Bischof. Dass das mindestens wenig überzeugend oder unglaubwürdig oder gar wenig kompetent wirkt, hätte selbst Joti klar sein müssen.
Und inhaltlich machen angesichts dieser Rahmenbedingungen Leihen wie Rabby, deren KO wir lt Joti finanziell nicht ziehen werden können, wenig Sinn. Das ist Flickschusterei. Hier ein halbes Jahr, dort ein Spieler, der kurzfristig wieder gehen kann.
Wobei ich mir bei Rabby vorstellen kann, dass Joti den aktuellen medialen Ball bewusst in Richtung Straßburg gespielt hat, um möglicherweise einen guten Deal herausholen zu können.
Einige von euch werden es schon gesehen haben in diversen Social Media der neue Clubfans Reunited Podcast Folge 2 ..is OUT NOW! Mit Christian Biechele vom Kicker und Michael Köllner, der aktuell eine mehr als schwierige Aufgabe in Österreich angenommen hat. Eine Mannschaft Blau Weiss Linz, die seit Oktober kein Spiel mehr gewonnen hatte in der Winterpause zu übernehmen und vor dem Abstieg zu retten.
Launiger Podcast hat viel Spaß gemacht, Michael Köllner saß 6h im Auto auf einer Fahrt von Linz nach Bern über seine Freisprechanlage, anders fand er keine Zeit, er ist natürlich übervoll derzeit im Abstiegskampf in Österreich. War aber witzig wir mussten hin und wieder bei der Diskussion warten, bis Michael aus einem Tal wieder aufgetaucht ist und wieder Verbindung hatte. 🙂 Es hat aber Spaß gemacht. Hört doch mal rein … https://www.youtube.com/watch?v=3byDJzkkfvY
Interessant und wirklich launig! Einen Podcast brauch ich im Gegensatz zu unseren Diskussionen hier nicht wöchentlich. Aber ab und an einen so gelungenen, das macht Spaß!
Es wird keinen wöchentlichen geben. Mehr so nach Lust und Laune ab und zu. Ich denke beim nächsten mal weil der Christian begeisterter Radfahrer man kann sagen Radsportler ist, er schreibt auch beim Kicker zum Radsport Ressort. Werden wir mal in die Fränkische radeln vielleicht schön flach entlang der Wiesent (sonst wird es mit der Luft zum diskutieren schwierig) und einen On Bike Podcast machen. Dann mit Bilder und schönen Landschaften und Diskussion rund um den Club 🙂 …einen launigen kreativen Video Podcast beim nächsten mal wenn es wieder grün ist, der standesgemäß in einem fränkischen Wirtshaus enden muß.
eieieieiei…. die ruhmreiche Vergangenheit… auf jeden Fall interessant, dass die KI (noch) nicht annähernd halbwegs richtige Trophäen zeigt… sind die echten Pokale eigentlich wieder im Foyer / Museum der FCN Geschäftsstelle in den Vitrinen? Bei meinem letzten Besuch dort im Mai 2025 sah es dort gähnend leer aus so wie im Louvre nach dem Raub… interessant wäre ja eigentlich die Frage, was so ein längerer, physischer “Ausflug” der drei Trophäen so kostet und wer (Versicherungen, Transporteure, Security etc.) davon konkret profitiert… war bei der letzten EURO Trophy Tour der UEFA vor Ort… unglaublich, was dort alles getan werden musste, damit das silberne Ding nicht verschwindet…
Joti sollte sich mal um die italienischen Nationalspieler kümmern.
Die sind grad günstig zu bekommen.
😂🤣😂🤣
und dann Schalke mit Dzeko kontern, Lewandowski hat im Sommer ebenso nichts zu tun, Geld braucht er auch keines mehr 🙂 … Miro kennt ihn aus Bayern Zeiten