1. FCN – Züchten und verkaufen
Junge Spieler formen kann er, der Klose. Das hat er bewiesen. Ich bezweifle aber, dass er den Club insgesamt fußballerisch entwickeln kann. Er versteht es nicht, der Mannschaft ein System zu verpassen, mit dem sie nachhaltig in die Erfolgsspur findet. Mit Klose wird der Club den Aufstieg in die Bundesliga nicht schaffen. In dieser Saison nach dem schlechten Start sowieso nicht…
Rückkehr in die Bundesliga mit Klose ausgeschlossen?
…und auch nicht mittelfristig. Behaupte ich. Ich sehe keine Fortschritte im taktischen Bereich. Ich sehe keine Entwicklung der Mannschaft. Und da bin ich dann ganz klar beim Trainer.
Wenn ich dieses Urteil über den Trainer des 1. FC Nürnberg höre – und man hört es nicht selten –, bin ich auch beim Trainer. Weil er nichts dafür kann, dass die jungen Spieler, die von ihm gut gefördert und ausgebildet werden, nicht über einen längeren Zeitraum, der für die Entwicklung einer Mannschaft nötig ist, beim Club bleiben, sondern sofort verkauft werden. Das war nach dem Ende der letzten Saison so wird wohl auch nach dem Ende dieser Saison so sein.
Die spannende Frage ist, wie lange Klose in dem Spiel, das die Vereinsführung mit ihm spielt, noch mitspielt. Wie lange wird er sich damit zufriedengeben “nur” Spieler “entwickeln” (d.h. zum Weiterverkauf “heranzüchten”) zu dürfen, statt eine Mannschaft auf Basis der von ihm entwickelten Spieler Schritt für Schritt aufbauen zu können? Ich fürchte, die Antwort auf die Frage, ob Klose auch eine Mannschaft “entwickeln” kann, werden wir in Nürnberg nicht erhalten, weil er die Chance dazu in Nürnberg nicht bekommt.
Kloses Auftrag: Sportlicher Aufstieg oder geldwerte Ausbildung?
Es hat den Anschein, dass Kloses Auftrag gar nicht darin besteht, die Mannschaft des FCN wieder in höhere Regionen des deutschen Fußballs zu bringen, sondern allein darin, den Marktwert einzelner Spieler zu erhöhen. Was wohl mit der Notwendigkeit des Abbaus von Schulden und des Ansparens von Geld für den Stadionbau zusammenhängt. Letzterer ist – wenn man der Vereinsführung glaubt – für das Überleben des FCN im Profifußball von existentieller Bedeutung.
Durststrecke: Sieben Jahre bis zum neuen Stadion
Er soll aber erst in sieben Jahren vollzogen sein. D.h. erst in sieben Jahren (bzw. noch später, weil es ja eine bestimmte Zeit dauert, bis sich die finanziellen Vorteile des neuen Stadions auszahlen) wird der 1. FC Nürnberg in der Lage sein, endlich mal wieder nachhaltig eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, die nicht Saison für Saison auseinanderverkauft wird. Erst dann, also in sieben plus x Jahren könnte Klose den Beweis antreten, ob er auch ein Mannschaftsentwickler ist.
Ob Klose bereit ist, so lange zu warten?
Man darf daran zweifeln. Wobei sich ja ohnehin die Frage stellt, ob die Vereinsführung ihm die Treue hält, wenn es ihm mal nicht gelingt, die ständigen Kaderumbrüche so zu managen, dass der sportliche Absturz vermieden wird. Dass Klose nach dem schlechten Saisonstart angezählt wurde, ist angesichts der Tatsache, dass der Kader erst nach einigen Spieltagen wettbewerbsfähig ergänzt wurde, eine…
…Unverschämtheit.
Autor: Belschanov
Bildquelle/Composing: Juwe



Den letzten Satz kann ich nur dick unterstreichen. Und der letzte Satz knallt auch richtig gut und lädt zum Nachdenken ein.
Ich finde, Joti hätte sich auch deutlicher artikulieren müssen, was die Rückendeckung für Klose anbelangt. Schließlich war er keineswegs unschuldig am verspäteten Kader und dem damit verbundenen Fehlstart.
Da Joti hier ein Interpretations-Loch aufgemacht hat, haben dies die Medien für ihre andauernden “Klose-Endspiele” genutzt. So läuft das halt nunmal.
Gleichwohl muss man Joti attestieren, dass er mit Miro eine durchaus gute Trainerwahl getroffen hat. Gut vor allem deswegen, weil Klose unser Anforderungsprofil erfüllt. Und dieses ist in gewisser Weise eben auch “Züchten und Verkaufen”.
Tzimas, Castrop, Lubach, Jander, Reichert, Janisch, etc – Klose ist der Bessermacher. Nichts desto trotz muss man ihn auch daran messen, wie er eine Mannschaft über eine Saison entwickelt. Was dann im Sommer passieren wird – tja, müssen wir abwarten.
Dieses “Züchten und Verkaufen” ist aber keine Endlosschleife. Dass wir bei Jander, Jeltsch oder Uzun zweistellige Millionen-Ablösen erzielt haben, ist für einen Zweitligisten wohl fast das Maximum. Deutlich mehr bekommst man nur, wenn man eben in der Bundesliga spielt.
Die gute Nachricht: Wir sind nicht mehr auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, unbedingt zu verkaufen.
Ich bin hier voll und ganz bei Belschanov, vom ERSTEN bis zum LETZTEN Satz seines Kommentares.
Aber vielleicht ist die doch schon beachtliche Verlängerung ein Zeichen dafür, dass er diese angesprochene Zeit bei uns doch bekommen könnte. Ich fände es gut.
Diesen komischen Satz „er kann junge Spieler besser machen aber keine Mannschaft entwickeln“ habe ich in letzter Zeit oft gelesen und auch gehört. Und ich muss sagen für mich ist das nicht wahr. DENN, das Eine schließt das Andere nicht aus, ich geh noch weiter, das Eine geht ohne das Andere garnicht.
Sicher kann ich einen Spieler individuell entwickeln und besser machen, gut ist er erst wenn er in einem Gesamtgefüge dann auch seine Stärken sichtbar einbringt. Und ich kann eine Mannschaft formen, das geht aber auch nur in dem ich die Stärken der Einzelnen mindestens herausarbeite und einsetze um so eventuelle Schwachstellen weniger relevant zu machen. Und dann ist das für mich auch kein Kaschieren von Schwächen mehr sondern dann hat man es geschafft, dass die Stärken gegenüber den Schwächen überwiegen. Und am Rande sei erwähnt, Fußball ist und bleibt ein Fehlersport.
Von daher, wer hier keine Entwicklung, kein System und kein Reagieren auf Spielsituationen sieht sollte eventuell einfach mal die Augen aufmachen UND Abstand von Vorurteilen wie „feiner Kerl aber kann nix“ oder „Weltklasse-Stürmer ja, Trainer, vergiss es“ nehmen.
In diesem Sinne Mit Miro (und Pino) nach San Siro!
Da bin ich voll und ganz deiner Meinung. Das einzige, was man Klose vorwerfen könnte, ist die Zeit, die er dazu braucht. Es dauert eben länger als z.B. in Elversberg, bis alles greift. Aber abwarten, wir wissen ja noch nicht, ob die Elv nur einen Höhenflug hatte oder ob das länger wirkt.
Es lässt schon nach, der Trend geht leicht abwärts…
Die Kunst eines Trainers zeigt sich darin, dass er langfristig wirkt und sich nicht abnützt. In dieser Hinsicht sind Frank Schmidt oder Streich einfach zu bewundern!
Elversberg kann man Klose nichts vorwerfen, die ihrerseits ihren Kader viel früher fertig zusammen hatten. Trotzdem haben wir erst durch ein sehr unglückliches Tor am Ende verloren, selbst deren Trainer Vincent Wagner sagte in der PK trotz des glücklichen Sieges am Ende hat auf ihn der 1. FCN reifer gewirkt. Die Chancen verwerten und die Bälle auch noch ins Tor schießen darf Klose halt nicht.
Und wie wir sehen selbst Frank Schmidt oder Streich hatten/haben ihre Höhen und Tiefen was sie aber können ist es Krisen dann auch zu managen und da wieder raus zu kommen. Aber das hat Miro auch schon einige male bewiesen. Mit den vielen jungen unerfahrenen Spielern und den riesengroßen Umbrüchen, spät zur Verfügung stehenden Kadern hat Klose wie ich finde sogar einen maximal schwierigen Job als Trainer. Übers Wasser gehen kann er aber halt auch nicht, ich sehe vielleicht hier und da mal Kritik an den Wechseln aber da hat man sicher eine Idee aber auch nie Sicherheit wie der Impact aufs Spiel ist.
Eben. Genau das wollte ich damit sagen. Klose hat schon bewiesen, dass er mit Krisen umgehen kann. Es besteht also Hoffnung, dass wir unseren Frank Schmidt gefunden haben. Die Frage ist halt, ob Klose selbst so lange bei uns bleiben will.
Das Spiel gegen Dresden war unter großem Druck.
Was man ganz deutlich gesehen hat, hier ist eine Mannschaft auf dem Spielfeld.
Auch das Spielsytem wurde angepasst.
Im Kader kein Spieler der als alleinige Sitze spielen kann.
Justvan gehört hinter eine Doppelspitze.
Außerdem sind von der Startmannschaft 8 Spieler auch in der neuen Saison unter Vertrag.
Durch die Ratenzahlungen bei Brown, Uzun müssten ja noch Gelder kommen und Verkäufe nicht nötig sein.
Ob für das Stadion Gelder angespart werden müssen oder Grundstücke verkauft werden sollen könnte man ja auch der Versammlung am 18. klären.
Auf der JHV wäre eine Gelegenheit mal darüber grob aufzuklären, welche Gelder aus den immensen Transfererlösen in welche Kanäle fließen! Da wird Jamestown Analytics als Kooperation angepriesen, ist aber nichts anderes als eine sehr kostspielige Dienstleistung mit Datenprofilen. Ein Aufsichtsrat des FCN Ehrenberg gründet eilig dazu noch ein externes Datenanalyse Unternehmen in Frankfurt (Interessenskonflikt als Aufsichtsrat? Wer sind die Gesellschafter?) , dass fast ausschließen für den 1. FCN arbeitet, was das kostet? Den festangestellt Scouts des 1. FCN wird aber gleichzeitig der Zugriff auf diese Daten gesperrt, sie sollen angeblich ihre eigenen Daten nutzen? Es wäre schon mal interessant mehr Licht in das alles zu bringen, wo fließt welches Geld denn hin und warum? Verführt das digitale Gold der Daten vielleicht auch? Wenn man tiefer bohrt stellen sich da einige Fragen und die Antworten darauf werden zumeist karger. Angeblich hat man die Mitglieder darüber nicht informiert um keinen technischen Vorsprung preis zu geben. Hm..ok
So. Pünktlich zur JHV scheint ein weiterer Nachweis der umprofessionellen Vereins- und Geschäftsführung ins Haus zu stehen. Lt. Kicker gibt es Ärger mit den Steuerbehörden.
https://www.kicker.de/brisante-buchpruefung-dem-club-droht-aerger-mit-der-steuer-1166161/artikel
Martin Funk schreibt, es könnte sich nach “Bild-Informationen” um einen “sechsstelligen Betrag” handeln, der in den “vergangenen Jahren” bzgl. Gratis-VIP-Tickets fehlerhaft versteuert worden sei.
Man muss jetzt vorsichtig sein mit Anschuldigungen, finde ich. Es gilt die Unschulds-Vermutung. Aber ein Dementi klingt wohl anders und es könnte sich in Anbetracht des hohen Betrages auch nicht um ein Versehen handeln.
Da fragt man sich doch, sind hier nur Laien am Werk ?
Wie ist die Information an den Kicker gekommen ?
Gibt es einen Maulwurf in der Führungsriege ?
Sollte sich der Verdacht erhärten und daraus eine Strafe folgen, kostet uns das wahrscheinlich den Stürmer, der im Winter hätte kommen können.
Gut, dass Joti und die anderen Vorstände auf die Finanzen achten.
Müssen vom Verein ausgegebene Gratistickets vom Verein versteuert werden? Der Verein erzielt doch mit Gratistickets keinen Gewinn.
Ich finde den Artikel eigentlich eher schlecht, fast schon Bild-Zeitungsniveau: Man haut eine Überschrift raus und handelt dann Punkte von Pontius bis Pilatus ab und kommt zu Allerletzt auf das Thema der Überschrift, schafft es aber dann nicht, die Probleme zu erklären.
Steuerlich relevant wird es dann, wenn die Gratistickets an eigene Angestellte gehen. Dann ist das ein geldwerter Vorteil, der versteuert werden muss.
Du hast Recht auch Bild Online hat dazu heute einen Artikel gemacht wesentlich boulevardesquer, also es steht ein Strafverfahren im Raum Schadenssumme eine 6 stellige Zahl. Ich fand den Kicker Artikel übrigens ziemlich sachlich. Die Problematik haben sicherlich auch andere Vereine und lösen die ja irgendwie, ärgerlich ist ja nur das Ganze wirkt wieder so unprofessionell.
Genau das schmerzt einen als Clubfan, @Juwe. Egal, ob es sich um eine Bagatelle oder ein schwerwiegendes Vergehen handelt – für das Image des 1. FC Nürnberg ist das alles andere als förderlich.
Es ist natürlich auch aller Wahrscheinlichkeit nach kein Zufall, dass diese Information wenige Tage vor der JHV den Medien “zugespielt” wurde.
Wiesinger sagt: „wir wollen Meister werden, wir wollen aufsteigen, wir wollen den ersten Schritt tun, um den Club wieder in eine neue Ebene zu führen.“
Das finde ich sehr bemerkenswert! Offensichtlich ist der Aufstieg in die dritte Liga durchaus im Plan.
Wann hat denn Wiesinger diese Aussage getroffen, dass der Club Meister werden will? Wie soll das denn gehen bei der Mannschaft? In der Vereinsführung zählt seit Jahren nur der Verkaufserlös von jungen guten Spielern. Da sind wohl auch Leute am Werk, denen der sportliche Erfolg nicht viel bedeutet. Hauptsache der Rubel rollt. Wie bei einem “Zuchtverein”, was natürlich den Clubfan dauerhaft aus der Wäsche schauen lässt. Jahrelang das Märchen vom Neuaufbau zu verbreiten und viele haben es sogar geglaubt. Man muss die “Goldene Mitte” finden und auch mal den einen oder anderen Spieler halten. Für viele ist das schnelle Geld halt doch dann lieber, von dem sie dann bestimmt auch persönlich profitieren, als eine fähige Mannschaft, die Tore schießen kann, denn das bringt nur Jubel und Freude und nichts Bares in die Taschen.
Es geht um die U23. Die ja derzeit schon Herbstmeister sind.
Und gesagt hat er das im Podcast auf Fcn.de
Das habe ich anders verstanden. Der gesamte Podcast geht um die Regionalligasaison 96/97. Und in diesem Kontext fällt auch das Zitat, was allerdings meiner Meinung nach lautet „wir wollTen aufsteigen, wir wollTen erster werden, …“ und damit keinen aktuellen Bezug hat.
Wäre sonst auch wild, wenn Wiesinger in einem Podcast eine Entscheidung diesbezüglich verkündet. Aber wundern würde es einen wohl auch nicht 🙂
Das kann natürlich sein. Ich habe nur den Clip auf Instagram gesehen. Da könnte man das schon missverstehen.
Ach so, na dann. Hätte mich schon stark irritiert so eine Aussage. Aber die Sache vom Zuchtverein, da ist schon was dran. Wir als Fans erwarten schon endlich eine stärkere Fokusierung auf den sportlichen Erfolg. Die letzten Spiele und Punkte versprechen schon Optimismus. Es sollte natürlich so weitergehen. Hoffentlich kommt nicht wieder ein Durchhänger. Sehen wirs mal optimistisch. Die nächsten Punkte warten auf uns.
Ich hätte mir gewünscht dass auch mal eine Frau für den Aufsichtsrat kandidiert zumal wir ja mit den Clubfrauen auch erstklassig vertreten sind sportlich. Und auch um mal den Frühstücksdirektoren Mief etwas aufzubrechen. Schade dass sich da leider niemand findet. Vielleicht müssen wir irgendwann mal Pausenpfiff für den AR zur Wahl stellen mit sportlicher Kompetenz.
Sandra Hummel ist doch seit 2022 Mitglied des AR und kandidiert auch erneut. Also natürlich gerne mehr Damen in den AR aber die Aussage, dass keine Frau kandidiert stimmt nicht. Oder verstehe ich da etwas falsch?
Bei dem Podcast mit Wiesinger erzählt er ausschließlich von der Regionalligasaison 96/97.Das war im Nachhinein eine der schönsten Saison ‘s an die ich mich erinnern kann.Wir waren fast überall mit dabei es waren immer Heimspiele mit Super Stimmung. Unvergessen das Spiel in Weismain vor knapp 20000 Zuschauern. Und die Aufstiegsfeier nach dem Spiel gegen Quelle Fürth war legendär.
Absolut. Auch für mich einer der schönsten Saisons.
Dieses Wahnsinnsspiel am Böllenfalltor. Markus Kurth. Die Invasion im kleinen Egelsbach. Vormittagsspiel in Ludwigsburg. In Weismain war ich nicht, muss aber auch legendär gewesen sein.
Das Mittelfeld war natürlich eine Macht mit Baumann, Knäbel, Störzenhofecker und Oechler. Nicht zu vergessen natürlich Wiesinger. Damals hat man sich nicht so für die Finanzen interessiert – im Rückspiegel betrachtet, war das aber wohl schon so ne Art All-Inn. Aber es hat geklappt…
…nach dem Aufstieg kamen dann noch Hilfiker, Rahner, Ziemer, Driller und vor allem Ciric. Und wir zogen wieder in die Bundesliga ein.
Ich war in Weismain, habe mir dort auf dem Acker aka Parkplatz schon die Felgen schmutzig gemacht und war sogar zum Saisonauftakt im altehrwürdigen Kasseler Auestadion mit Größen, wie Hennings Bürger, Vitus Rimkus & Co.
Weismain war schon besonders. Auf dem Stoppelacker geparkt. 20.000 Clubberer die die Vorräte der örtlichen Brauerei geleert haben. Und dann verzweifelt vor 5 Dixie-Klos ewig warten mussten…
Ciric in der Winterpause gekommen. Erstes Spiel gegen Gütersloh “Allmächd, der Großvadder kann sich ja kaum noch bewegen”. Zweites Spiel in Freiburg, erstes Gala-Tor “Ciric #29 Fußballgott”.
So verrückt wie ich damals war habe ich mir das Match in Darmstadt neben Reutlingen und Augsburg gegeben.
Natürlich nach dem Pokalsieg waren es einige der schönsten Stunden (A5,A8,A7,B19) auf einer Heimfahrt gewesen.
In Nürnberg gegen Egelsbach , Ulm, Burghausen (es war so kalt) und Fulda habe ich 4 Siege gesehen .
Gerade noch über Ciric sinniert. dazu fällt mir immer sein Spruch über Andrej Polunin, den “Hässler, der Ukraine” ein. Der ist leider nun viel zu früh verstorben: R.I.P.
https://www.bild.de/sport/fussball/ukraine-ex-bundesliga-profi-stirbt-waehrend-benefizspiel-fuer-veteranen-691ad42358d2cfb625f5e6ab?dicbo=v2-wtygc5g&cid=kooperation.article.outbrain.desktop.AR_2.ff.bild
Ich lebte damals in OWL,
daher waren Kassel und Fulda am nächsten dran, da bin ich dann auch hingefahren und 2 Heimspiele glaube ich, 1* Egelsbach und das zweite habe ich vergessen. 18.000 in Fulda, war schon ganz cool.
Wir haben alle viel erlebt mit unserem Club – und auch gelitten. In aller Bescheidenheit: Wir hätten bessere Zeiten verdient. Da wir finanziell wohl so gut dastehen wie lange nicht mehr, sollten diese kommen.
“Der Yazid” hat irgendwie Recht.
tz: “Wie würden Sie Ihr Verhältnis zum FCN beschreiben? In welchem Beziehungsstadium befinden Sie sich?”
Hannes Ringlstetter: “Ich würde sagen: Silberhochzeit. Bissl drüber sogar. Das heißt, es ist klar, dass wir uns nicht mehr trennen, dafür geht’s schon zu lange. Es ist aber auch klar, dass für das Aufflackern heißer Leidenschaft auch mal die andere Seite zuständig ist. Und nicht immer nur ich.”
(Quelle: tz.de, 31.03.2012)
Ich bin über die Jahre unglaublich abgestumpft. Schaue mir die Vitae von Entscheidern an, verstehe auf dieser Basis deren Wahl nicht und erwarte dann das Schlimmste. Meist tritt nur Schlimm, jedoch nicht das Schlimmste ein – Schleusener sei Dank. Man hofft irgendwie, auch wenn man nicht mehr daran glaubt, dass aus diesem Alibigremium aka Aufsichtsrat nachhaltig erfolgreiches entstehen kann.
Aha, Joti Chatzialexiou entscheidet und berät mit über die Zukunft des deutschen Fußballs. Also ohne Ironie .. Scheint sich derzeit eine Meega Expertengruppe um Jürgen Klopp zu treffen und über die Zukunft des Deutschen Fußballs zu beraten. Joti ist in dieser Gruppe mit dabei.
Nach BILD-Informationen sind neben Klopp unter anderem auch Weltmeister Sami Khedira (38) und Andreas Bornemann (54/Geschäftsführer Sport St. Pauli) vor Ort. Weitere Mitglieder sind Joti Chatzialexiou (1. FC Nürnberg), Markus Krösche (Eintracht Frankfurt) und Jochen Sauer (FC Bayern). Dazu sind DFL-Geschäftsführer Marc Lenz (39) und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig (62) eingebunden.
Gehört Joti also zur Haute Volée des deutschen Fußballs …
https://www.bild.de/sport/fussball/wm-quali-vorm-dfb-spiel-hier-kommt-klopp-fuers-geheimtreffen-in-leipzig-an-691b20fbd3e2064b66b4e780
Prima. Sucht Wolfsburg nicht einen starken Mann? Das ist doch endlich auch mal eine positive Empfehlung für Joti. Und für WOB sind doch 2 Mio Ablöse ein Klacks.
Man kann Joti gerne für die Verpflichtungen von Biron, Tealovic, Baack und Mustafa kritisieren, genauso muss man ihn dann aber auch für die Verpflichtungen von Becker, Zoma und Markhiev loben. Genauso wie Joti für den Kader verantwortlich ist der in Illertissen gescheitert ist (wobei da Klose auch Aktien drin hatte) und der nach 5 Spieltagen mit nur einem Punkt dastand ist er nun auch für den Kader verantwortlich der in den letzten 7 Spielen 14 Punkte geholt hat. Ihn der Transferphase sind offensichtlich Fehler gemacht wurden – die dann aber auch (im Gegensatz zur Vergangenheit) zügig korrigiert wurden – aber die Arbeit von Joti ist bisher auch nicht so desolat wie es hier einige gerne darstellen. Es ist jetzt ja auch nicht so als ob Joti von seinen Vorgängern bereits optimal Strukturen übernommen hätte…
Ich habe immer noch die große Hoffnung wir sind jetzt auf einem guten Weg mit Mirsolav Klose und auch Joti traue ich einiges zu wenn es auch nicht das Alltagstransfergeschäft ist, eher als Stratege.
@Glubbzilla
Ich betrachte die bisherige Arbeit von Joti auch nicht als desolat, da stimme ich Dir zu, aber sind wir ehrlich: Gut geht anders.
Dass Joti seine Fehlgriffe im letzten Transferfenster “korrigiert” hätte, sehe ich nicht so. Denn diese sitzen bei einem 35-Mann-Kader teilweise sogar auf der Tribüne und stehen auf unserer Gehaltsliste.
Zur Wahrheit gehört auch: Joti durfte seit Amtsbeginn etwa 10 Mio. Euro an Ablösen ausgeben – davon konnten seine Vorgänger auch nur feucht träumen.
Richtig ist: Joti wurde geholt, um die Strukturen im Scouting zu optimieren. Ob das jedoch “optimal” ist unter Kosten-Nutzen-Aspekten, was Joti da macht, werden wir erst sehen. Irgendwann werden wir wohl erfahren, wie teuer die “Kooperationen” mit JTA und mit dem Ehrenberg-Laden sind.
Ich bin absolut bei Dir, dass man die Arbeit von Joti differenziert betrachten sollte. Die Sache, dass er gestern bei dieser DFL-Expertengruppe war (siehe Beitrag von @Juwe) ist auch als positiv zu bewerten. Es ist beileibe nicht alles schlecht, was Joti macht und anpackt.
Dass man die Transferphase aber schönredet mit Hat-sich-selbst-korrigiert oder Hat-gut-nachgesteuert, halte ich für falsch. Denn ohne die hohen Transfererlöse wäre das gar nicht möglich gewesen. Bei anderen müssen die ersten Transfers auch sitzen, da gibt’s kein teures “Nachsteuern”.
Insofern muss Joti nun liefern. Jetzt hat er die Strukturen nach seinem Gusto optimiert.
@Glubbzilla: ob es desolat ist oder nicht – in jedem Fall ist es viel zu schlecht. Inhaltlich, aus Sicht der Ergebnisse und kommunikativ. Im besten Fall stehen wir am Ende der Saison erneut im Mittelfeld mit der Bürde hoher Abfindungszahlungen bzgl. Leihen, bei denen wir dauerhaft wenigstens Teile der Gehälter übernehmen müssen.
Daneben werden wir auch kommende Saison komplett neu aufbauen müssen. Aber nicht, weil wir wie zuletzt viel versilbern konnten, sondern wegen der Fehler Jotis:
– Die Demission Rebbes
– die Causa Bischof
– das (erneute) Abschenken der ersten 5 Spieltage inkl. Pokal
– der riesige Kader, der zwar initial als passend dargestellt wurde, inzwischen jedoch reduziert werden soll
– Daneben gleich 2 Daten-DL, die parallel arbeiten (und Geld kosten), wobei die Ergebnisse nicht einmal den Scotts zur Verfügung gestellt werden
Das alles in gerade mal 16 Monaten Amtszeit. Worin besteht also das Delta aus unglaublich schlechter Managementleistung und “desolat”? Sind das die Verpflichtungen Zomas und Markhievs, der immerhin 2,5 Mio. gekostet haben soll?
In der Theorie, wenn es um “Expertengruppen” und Powerpoint geht, mag Joti aufgrund seines DfB-Stallgeruchs Akzeptanz finden, in der Praxis ist er zumindest in seiner Zeit bei uns bisher nur durch Naivität aufgefallen und damit auch durchgefallen. Und Strukturen zu optimieren ist ein wichtiger Bestandteil, jedoch immanent für alle Sportvorstände. Deshalb wurde er nicht geholt, sondern weil man ihm das auch zutraut. Er ist für alles verantwortlich. Und wenn ich da Rebbe rausrechne, hat uns Joti bisher weder sportlich noch finanziell weitergebracht – im Gegenteil.
Ich würde die Aufnahme von Joti in diese DFL Gruppe eher unter “Kenne ich noch vom DFB” verbuchen. Da sehe ich jetzt keinen Ritterschlag in der Kompetenz. Ist mir aber auch ehrlich gesagt komplett egal was die Herren da austüfteln.
Mich würde einmal interessieren an wen ihr konkret die hohen Abfindungen zahlen wollt? Für Tealovic und Biron wird es einen Markt geben, ersteren hatte man dazu noch deutlich unter Marktwert verpflichtet. Evtl. macht man hier sogar einen Gewinn. Ich sehe aktuell nur bei Baack eine konkrete Gefahr der Abfindungszahlung. Von den Stammspielern werden wohl nur Yilmaz, Stepanov, Drexler und Diop den Verein verlassen. Der junge Mann mit den blonden Haaren kann ja bekanntlich nix, die anderen muss man eben ersetzten, da hat man ja zum Glück eine passablen Rechtsverteidiger in den eigenen Reihen. Sollten darüber hinaus Spieler den Verein verlassen (Lubach, Zoma, Markhiev etc.) eben weil diese “vergoldet” wurden…
Bischof ist jetzt da, da muss also auch nichts neu aufgebaut werden, sondern die Joti-Truppe kann loslegen und muss – auch da gebe ich euch komplett recht – in der Winterpause und im nächsten Sommer liefern.
Das Märchen, dass die Daten den Scouts nicht zur Verfügung stehen könnten wir jetzt bitte auch endlich mal zu den Akten legen. Zitat Blöd: “Dazu passt, dass nach BILD-Infos alle Club-Scouts seit Chatzialexious Umstrukturierungen nur noch Zugriff auf ihre eigenen Scouting-Ergebnisse haben sollen.” Da steht nichts von Daten, sondern von Scouting-Ergebnissen, also Berichte etc. ich frage mich wie man da etwas von Daten hereininterpretieren konnte…
Abfindungen bzw. Gehaltsübernahmen (so wie bei Marquez, Daferner, Winzheimer, Gürleyen, Flick, etc.):
u.a.
– Baack
– Biron
– Telalovic
– Flick
– Kuckucka
– bestimmt noch 1-2 der Spieler, die zwischen U23 und Kader pendeln
– Baack: siehe oben — ja, da kann ich mir auch so ein Modell vorstellen
– Biron und Tealovic: siehe oben — für beide wird es einen Markt geben, da sie vor dem FCN gute bis sehr gute (Tealovic) Runden gespielt haben. Hier kann ich mir auch einen “normalen” Verkauf gut vorstellen
– Flick: Kaufpflicht wird greifen, da werden wir keine Abfindung zahlen müssen
– Kuckucka: wird nicht viel verdient haben und Vertrag läuft aus, hat man probiert, hat sich nicht entwickelt, da ist kein Geld “verbrannt” worden und Abfindung wird man auch nicht zahlen müssen
Die oben von dir genannten waren übrigens allesamt Hecking-Transfers. Aber ja, Joti ist echt der schlechteste SV aller Zeiten…
Natürlich waren das Hecking-Transfers. Aber für die war wie von Dir bei Biron und Telalovic erwartet, ja auch ein Markt da und dennoch mussten wir die Gehaltsdifferenz übernehmen. Du glaubst doch nicht wirklich, dass andere Vereine, die Interesse an Biron & Co haben, ähnliche Gehälter wie wir bezahlen, zumal der Wert dieser Spieler, durch deren schlechte Leistungen gesunken ist. Insofern müssen wir selbstverständlich auch diese Spieler teilweise abfinden.
Im schlimmsten Fall wirst du Biron und Baack abfinden müssen. Da hast du recht. Beim Rest der von dir genannten Spieler läuft entweder im Sommer der Vertrag aus oder es sind bereits Vereinbarungen getroffen die eine Verpflichtung nach sich ziehen.
Telalovic Marktwert ist mittlerweile auf 1. Mio € gesunken, da man ihn aber für 300t verpflichtet hat ist man hier trotzdem handlungsfähig.
Die großen Gehaltsdifferenzen stammen doch auch aus Hecking-Zeiten. Inzwischen gibt es bei uns deutlich weniger Geld – ein Grund, warum wir Schwierigkeiten hatten, unsere Wunschtransfers zu realisieren. Die meisten Vereine auf Augenhöhe zahlen mehr, wie z.B. Kaiserslautern.
Ich bin da ganz entspannt…
Laut “salary sport” sollen Biron, Baack und Telalovic etwa 400k an Grundgehalt bekommen. Jeder kann sich jetzt selbst fragen, ob ein anderer Verein dies auch nur annähernd bezahlen würde. Meine Antwort: Nein.
Insofern ist es absolut realistisch, dass wir hier Abfindungen zahlen müssen, falls man diese Spieler von der Gehaltsliste haben will.
Das wird alles andere als günstig werden, diesen 36-Mann-Kader zu verschlanken.
Wenn ich persönlich Joti kritisieren soll dann tatsächlich für die Kommunikation, die im 1:1 wie z.B. in Podcasts oder bei der ersten PK zwar ungemein überzeugend ist, im Alltagsgeschäft aber genauso holpert wie vorher auch, was schon ein bißchen verwundert, nachdem man da ja in der Regel vorab entweder länger überlegen oder hinterher die ein oder andere Formulierung beim “autorisieren” noch einmal einfangen kann.
Gehe also davon aus, daß die JHV heute eher harmonisch läuft, da wird er die Fans schon wieder für sich einnehmen können.
Welcome back beim Club, Marek!
Jetzt noch Galasek holen und die Band ist wieder zusammen!
Marek is back, ein lachendes und ein finanziell-aufgabentechnisch irritiertes Auge. KP
Rapha an der Spitze, Chunly an seiner Seite. Pino und Marek im Trainerteam, Vale und Wiese im NLZ. Ex-Spieler einbinden hat schon dem FCB nicht geschadet.
@Fränki Du hattest es schon mal so gut erklärt im Kicker steht jetzt wieder das Eigenkapital des EV liegt bei 10,5 Millionen beim Konzern allerdings nur bei 5,7
und dann werden noch Darlehensverbindlichkeiten von 5,8 Millionen erwähnt.
Wie viel Plusguthaben hat den jetzt der Verein?
Grüß Dich, @Alex.
Der Verein (e.V.) hat ein positives Eigenkapital von 10,5 Mio. Euro, der Konzern von 5,7 Mio. Euro. Die Differenz zwischen dem Konzern- und Vereinseigenkapital ergibt sich aus der einmaligen Hebung von stillen Reserven aus der Saison 2018/19, teilt der Club mit. In der Saison 18/19 hatte man einen Jahresfehlbetrag von 17 Mio. Euro und konnte daher die stillen Reserven wohl locker auflösen, ohne dass dafür Steuern angefallen wären.
Generell finde ich es enttäuschend, dass die Verwaltungskosten nicht reduziert wurden. Wie Heim das strukturelle Defizit um 40 Prozent verringert hat, ist mir ein Rätsel. Aber ich bin auch kein Fachmann und kenne keine bilanziellen Tricks.
Seit heute wissen wir auch, dass der Joti-Kader deutlich teurer ist als der letzte Kader von Hecking. Die Personalkosten sind um signifikante 14 Prozent gestiegen. Und das dicke Ende kommt wohl noch im laufenden Geschäftsjahr mit dem 36-Mann-Kader.
Marek wieder an Bord zu haben, ist natürlich charmant.
Laienhaft gefragt: ohne unsere massiven Transfereinnahmen wären wir verratzt? Laienhaft gefragt, die 2.: haben wir einen tragfähigen Zukunftsplan oder hangeln wir uns weiterhin von Jahr zu Jahr am Abhang entlang?
Vielen Dank Fränki
Was für mich ein Unding ist, wir haben nach wie vor ein strukturelles Defizit, wenn auch verringert. Wir geben mehr aus, als das wir einnehmen.
Der Verein lebt weiterhin auf großem Fuß und gönnt sich scheinbar verwaltungstechnisch und kaufmännisch das Leben eines Erstligisten wobei wir sportlich seit Jahren nur noch ein durchschnittlicher Zweitligist sind.
Aber das ist nur meine subjektive und laienhafte Bewertung.
Ich finde das grundsätzlich auch charmant. Allerdings hoffe ich, dass Mareks Arbeit auf dem Platz erlebbarer, als die von Pino, wird. Das sind unbestritten alles absolute Legenden und jeder sieht sie gerne. Es ist toll, dass es uns inzwischen gelingt, viele Ikonen in den Verein einzubinden. Dennoch zählt für mich, was unter dem Strich herauskommt. Und zu einem strukturellen Defizit müsste man alle Fixkosten zählen, auch die Personalkosten. Was wir uns in diesem Rahmen alleine für einen Trainerstab leisten, ist eindrucksvoll. Da muss man inhaltlich ja auch Schnittstellen zusammenbekommen. Daneben 3 Vorstände, Eigenvermarktung, etc.. Alles, für einen Verein, der maximal im Mittelfeld der 2.Liga steht. Macht das alles so Sinn oder ist dieser Schritt mit Marek ein Versuch das rumorende Umfeld zu befrieden?
Korrektur:
Das mit dem Jahresfehlbetrag in 18/19 ist Gschmarri. Sorry. Hab ich mich verguckt. Richtig ist aber, dass stille Reserven gehoben wurden, was diesen Unterschied zwischen Konzern-EK und e.V.-EK ausmacht. Die Konzern-Bilanz umfasst den e.V. und drei Tochter-Gesellschaften. Im Grunde aber sind die Zahlen aus der Konzern-Bilanz maßgebend.
Wie @Alex sagt, leben wir weiterhin über unsere Verhältnisse. Der Plan ist, noch mehr Werte zu schaffen. Joti: “Wir müssen im Scoutingbereich schneller und globaler werden. Deswegen haben wir mit Michael Bischof und Christopher Schindler die richtigen Leute, die das vorantreiben und haben deswegen auch in neue Systeme investiert. Wir müssen in diesem Bereich einfach besser werden und die Wahrscheinlichkeit für gute Transfers erhöhen.”
Was genau steckt hinter dem Begriff “strukturelles Defizit”, was ist damit genau gemeint? Was zählt der Verein dazu?
Sind das die Overheads u./o. CSR u./o. Frauenfußball? Oder doch ganz was anderes?
Vielleicht habt Ihr das schon durchgekaut und ich habe das verpaßt, dann bitte einfach copy and paste.
Danke schon mal.
Finanzvorstand Heim wird zitiert mit den Worten zum strukturellen Defizit:
“Wir haben die Umsätze ohne die enormen Sondereffekte von Transfererlösen und Jubiläum bereinigt. Das Gleiche haben wir mit den Kosten gemacht. Wir haben das strukturelle Defizit innerhalb eines Jahres um 40 Prozent verringert. Unser Ziel ist es weiterhin, dieses Defizit komplett abzubauen.”
Ich frage mich aber, wie das funktionieren soll im laufenden Geschäftsjahr. Die Personalkosten werden weiterhin wohl steigen. Ob man die Verwaltungskosten einfangen kann, ist sehr fraglich. Die Clubfrauen haben in Liga 1 höhere Ausgaben als in Liga 2. Allerdings auch mehr Einnahmen. Was ist mit den ganzen Kosten für Datenanbieter? Die Ausgaben für JTA und die Ehrenberg-Firma fallen ja auch an im laufenden Geschäftsjahr.
Wie will man die laufenden Einnahmen dermaßen erhöhen, um die laufenden Ausgaben zu decken?
So richtig erklärt hat Herr Heim das ja nicht. Es ist immer noch ein nebulöser Begriff, in den man alles oder nichts hineininterpretieren kann, insofern ist die Aussage, man hat dieses Defizit um 40% reduziert, ohne Aussagekraft.
Ich geb Dir völlig Recht, @Hungaricus. Das ist alles sehr schwammig. Ich hoffe, dass man zum Wirtschaftsbericht auf fcn.de noch das PDF mit den Folien (GuV, etc.) online stellt. Da kann man vielleicht was rauslesen.
Mir fehlt auch die Fantasie, wie man 40 Prozent (entspricht ca. 2 Mio. Euro) abgebaut haben will. Wenn dann nur über die laufenden Einnahmen, oder? Und da fällt mir nur das Ticketing ein und höhere Sponsoring-Einnahmen durch Saab beziehungsweise Anheuser-Busch InBev.
Da aber gleichzeitig die Gehaltskosten um 2,2 Mio. Euro gestiegen sind und die Verwaltungskosten nicht reduziert wurden – hm. Vielleicht ja mehr TV-Geld? Und zumindest das Trainingslager im Winter hat man sich gespart…
@Hungaricus: Da schneidest Du völlig zu Recht den von den Vereinsverantwortlichen uns Mitgliedern gegenüber dauerhaft gepflegten Phantombegriff “Strukturelles Defizit” an. So ein Geschwurbel! Wer in der Kommunikation – zumindest ansatzweise – nicht erklärt, was damit gemeint ist und um welche konkreten Einzelposten es sich handelt, braucht sich über dauernde Spekulationen nicht zu wundern. Eine transparente vertrauenserweckende Wirtschaftsführung schaut anders aus.
Die Frage stelle ich mir auch bzw bin da immer für Aufklärung dankbar da ich davon wirklich gar keine Ahnung habe.
Aber @der Ruhmreiche, denkst Du nicht, dass Pino seinen (wahrscheinlich großen) Anteil an der defensiven Stabiltät hat? Insofern ist das doch schon “erlebbar” oder?
Dass im Übrigen an der Seitenlinie immer ein reger Austausch zwischen Miro und Pino zu sehen ist verstärkt aus meiner Sicht diese Annahme noch…
Das kann durchaus sein @Eckes22. Es könnte aber auch in der Verbindung aus dem seit Jahren defensiv besten 6er (Markhiev), einem sehr gewachsenen Reichert und einem stabilen Lochoshvili liegen. Denn in der vergangenen Saison waren wir nicht gerade stabil. Gerade auch bei Standards, die man eigentlich recht gut trainieren können müsste. Ich will Pinos Leistung gar nicht schmälern, ich kann sie nur nicht greifen.
Es wirkt halt alles recht üppig. Genauso, dass wir Scouts haben und on top 2 Daten-DL. Das klingt alles nach HSV und S04 und weniger nach Karlsruhe und Elversberg.
Ich bin zugegebenermaßen kein Experte von Fußballvereinen. Allerdings kenne ich mich bei Unternehmen ein wenig aus. Und so wie man in der Defensive Titel holt, wird man profitabel, indem man sein Kosten im Griff hat und nicht immer mehr Erlöse erzielt. Die kann man nämlich nicht immer unmittelbar und kurzfristig steuern. Insofern frage ich mich schon, warum diese Kostenstrukturen bei uns so gar gesetzt zu sein scheinen.
War denn jemand aus der CRU-Community gestern bei der JHV vor Ort und kann etwas davon berichten, was nicht auf der Vereinsseite steht?
Die Verkäufe von Jander und Castrop gehen in das Geschäftsjahr 25/26.
Boni und weitere Spielerverkäufe kommen dazu. Villadsen und Co.
Die haben schon noch ein sehr gutes Jahr vor sich.
Ob dies großen Einnahmen durch Transfererlöse so weiter gehen bezweifle ich aber.
Allerdings könnte uns die Eintracht die nächsten Jahre gut weiterhelfen.
Aus meiner Sicht ist es sehr schade, dass sich unser Club einer hybriden Veranstaltung vehement verschließt. Nicht jeder wohnt ums Eck und kann nachts um halb Zwei noch heimdribbeln. Für viele ist eine Teilnahme an der JHV mit Urlaub und auch einer Übernachtung im Hotel verbunden.
Die Argumentation mit den Kosten finde ich fadenscheinig. Denn mit einer Online-JHV könnte man auch mehr Mitglieder gewinnen, was dann wiederum die Kosten zumindest ausgleichen könnte. Es wäre auch ein Akt der Demokratie. Es ist doch Unsinn, dass etwas mehr als 400 wackere Mitglieder nachts um Eins über Dinge mit großer Tragweite entscheiden – von fast 40.000 Mitgliedern insgesamt wohlgemerkt. Aber scheinbar will die Vereinsführung Berechenbarkeit. Finde ich schwach und auch überhaupt nicht zeitgemäß.
Cool natürlich, dass wir nach außen hin mit den Rekordzahlen finanzielle Stärke demonstrieren. Vielleicht gefällt das ja dem einen oder anderen potenziellen Sponsor. Wenn man aber einen kurzen Blick hinter die Zahlen wirft, dann wäre das ohne Sondereffekte (Transfers, Jubiläum) alles andere als stark, sondern auf Sicht sogar gefährlich. Da passt Belschanovs Überschrift perfekt: “Züchten und Verkaufen” ist auch weiterhin angesagt. Denn das Jubiläum fällt als Sondereffekt weg.
Noch aber haben Heim & Co etwas Zeit, Ordnung in die Finanzen zu bringen. Der Jander-Transfer fällt ins laufende Geschäftsjahr. In Sachen Liquidität dürften weitere Ratenzahlungen aus früheren Transfers kommen, vielleicht auch Nachzahlungen (Boni, etc.), vielleicht sogar hohe Weiterverkaufs-Beteiligungen für Uzun oder Brown.
Anständig, dass man sich bei Hecking und Rebbe dafür bedankt hat – anständig auch von Joti, dass er Rebbe in diesem Kontext erwähnt hat. Damit kann man das Thema irgendwie auch ruhen lassen. Man kann es eh nicht mehr ändern. Joti hat jetzt alles, was er braucht, um einen Aufstiegskandidaten zu schmieden. Denn in Sachen Gehälter bewegen wir uns schon in diese Richtung. Und ein Aufstieg wäre die Alternative zu “Züchten und Verkaufen”. Zumindest könnten wir dann das eine oder andere Talent länger halten.
Also ich finde es auch unfair, dass man sich wehement dagegen wehrt eine Hybride Mitgliederversammlung zu veranstalten.
Ich bin wahrlich kein Freund von Martin Funk, weil ich seine in meinen Augen Selbstverliebheit, nicht mag, aber in der letzten Ausgabe seines Clubfunks hat er was wichtiges und entscheidendes gesagt.
Der Verein selber hat wenig Interesse, so eine Veranstaltung durchzuführen, weil er mit der Präsenzpflicht immer das Klientel an Mitgliedern vor Ort hat wie er es auch jedes Jahr haben will auch mit einer bekannten Organisation (Ultras) die immer zahlreich vor Ort sind und auch gewissen Druck auf die anderen anwesenden Mitgliedern ausüben.
Zusammengefasst gesagt, jemand mit äußerst kritischen Stimmen am Verein und seinen Verantwortlichen wird es immer schwer haben sich an dieser Veranstaltung zu positionieren.
Die Sondertrikots beim Club sind langsam ein Problem für meinen Geldbeutel, können die nicht endlich wieder mal ein häßliches raushauen?
Nebenbei, wer zum Derby will sollte sich beeilen, außer dem was die Tauschbörse vielleicht noch an Einzelkarten ausspuckt gibt es nur noch Block 27 Unterrang Süd. Wobei ich nicht weiß ob man “stark sichtbehindert” schon rausgehauen hat.
Mal was anderes für uns doch durchaus älteren Fussballnostalgiker.
Nachdem man ja live kaum noch etwas sieht, hab ich mich mal durch die WM Quali geklickt und finde wunderbare Szenen, Curacao (etwa größe Fürth) hat sich für die WM qualifiziert, Haiti, meine Schotten (mit extra geiler Extase), die Ösis, der Irak, oh wie schön ist Panama usw. Cool und Italia muss in die Quali, alles irgendwie sportlich schräg, aber das ist noch basic football. Ich hoffe noch auf Ireland, dann wird das schön bunt, zumindest in der Vorrunde.
Danach eh wieder business as usual, unsere heimische Vertretung schaue ich mir überhaupt nicht mehr an, interessiert mich einfach nicht.
Ich finde diese Mammut WM`s schon auch grenzwertig aber die Qualiergebnisse sind schon interessant.
Ok Irak muss wohl noch in die Quali.
Komisch allerdings, dass Südamerika 6,5 Plätze hat.
War peinlich vom ZDF Team KMH, Kramer und Mertesacker , dass keiner über die Verteilung an die Konföderationen informiert war . Weltmeister Kramer hat dann auch noch plötzlich seine Meinung über die UEFA – Startplätze gewechselt .
Aha, Infantino hat sich mit Ronaldo heute im The White House mit Trump getroffen.
Glaube nicht , dass Ronaldo beim Auftakt fehlt obwohl noch 2 Spiele Sperre zwingend wären.
Da darf sich Thorsten Frings dann wieder ärgern.
Nachdem PSG Trainer Enrique nach seinem Schlag bei der Club WM nicht gesperrt wurde verstehe ich sowieso nichts mehr im FIFA Universum.
War schon sehr wichtig dieses NL- Viertelfinale gegen Italien sonst wäre der DFB jetzt sehr wahrscheinlich morgen bei der Auslosung in Zürich dabei .
Schiedsrichter bei Nürnberg vs. Bielefeld ist Robert Schröder aus Hannover .
VAR : Johann Pfeifer (Hameln).
Erster Einsatz nach Fußverletzung im DFL- Liga in dieser Saison.
Zuvor schon langer Ausfall nach Achillessenen -OP
Dazwischen starkes Comeback u.a beim FCN Sieg auf dem Betzenberg .
Gelb/Rot für Castrop beim Derby und komischer Elfer vor der Länderspielpause bei Jahn – 1860,
aber Fehler gehören dazu und insgesamt ist er für mich schon seit 8 Jahren völlig zu Recht in der 1. Bundesliga .
Das war also die JHV. Naja.
Jedenfalls hat Niels Rossow sein Ziel mit 50.000 Mitgliedern bis zur JHV 2025 verfehlt. Was natürlich niemanden überraschen kann. Denn eine Mitgliedschaft bei unserem Club ist doch eher eine Herzenssache. Die Vorteile, grad für Mitglieder, die weiter weg wohnen, sind doch recht limitiert.
Finanzvorstand Heim ist mir ehrlich gesagt spätestens nach dieser JHV etwas unheimlich. Erst die Fehlkalkulation mit dem Stadion. Dann dieser undurchsichtige Vortrag in Sachen strukturelles Defizit. Und diese Steuer-Sache finde ich ehrlich gesagt gruselig.
Joti hat natürlich geglänzt mit der Rückkehr des verlorenen Sohnes Marek Mintal und mit der Vertrags-Verlängerung von Nasstasja Lein. Große Sorgen machen in meinen Augen indes galoppierende Gehaltskosten.
Ich teile Deine Gefühle. Da werden billige Brocken, wie die Marek-Personalie oder ein Sondertrikot und das ein oder andere Video hingeworfen. Aber die entscheidenden Fragen, wie Transparenz, ob und wie z.B. die Eigenvermarktung funktioniert, warum das hin und her mit der Marketing GmbH und der Gewinnabführung und wo ganz konkret das strukturelle Defizit liegt und v.a. warum man es nicht in den Griff bekommt, bleiben unbeantwortet. Das sind mir alles zu viele Taschenspielertricks. Da kommen die Dauerkarten zum x-ten Male zu spät. Sondertrikots schippern angeblich monatelang auf dem Schiff über den Atlantik, Stadionkalkulationen, die man per Chat GPT innerhalb von 2 Minuten besser macht als die sog. Experten. Angebliche Steuervergehen, deren Ursprung seit Jahren Kursieren. Dienstleister, die im Besitz von Aufsichtsräten sind und erst kurzfristig gegründet wurden. Riesige Kader an Trainern und Spielern. Ein Aufsichtsrat, der keinerlei Akzente setzt. Man hat das Gefühl, dass da vieles falsch läuft und hochkippt, sobald man unter einen Stein schaut.
Ja, das stimmt und diese Zustände sind ja nicht neu. Zum Schluss ist dann immer kein Geld da, obwohl durch den Verkauf der guten Spieler mehr da sein müsste. Das Geld versickert und sportlich geht dann wieder nichts voran. Das muss alles transparenter gehen. Der Club ist schließlich kein “Zuchtunternehmen”, sondern in erster Linie ein Verein, wo der sportliche Erfolg viel mehr bedeuten sollte, wie dies in den letzten Jahren zelebriert wurde. Kein Neuaufbau mehr sondern Weiterentwicklung und Ziel Wiederaufstieg muss es in den nächsten Zeiten heissen.
Ich bin da größtenteils bei Euch Beiden. Ich bin auch richtig irritiert was die angesprochenen Probleme und Missstände angeht. Die finsanziellen Aspekte lassen mich ratlos zurück und der Umgang mit den Mitgliedern, gerade weil ich/ wir zu denen gehöre die eher weit weg wohnen, macht mich richtig sauer.
Trotzdem denken wir drüber nach in die Familienmitgliedschaft zu wechseln, wir Glubberer können offensichtlich nicht anderes 😉
Aber bei aller Kritik muss man doch grundsätzlich positive Dinge nicht als “billige Brocken” abwerten. Ich weiß denke ich schon wie das gemeint ist, aber ich finde die Wortwahl halt nicht gut. Auch wenn das was und wie es präsentiert wurde duchaus so auffassen kann.
Ich verstehe nicht, warum man nicht die kompletten Reden der Vorstände auf der Homepage online stellt. Vielleicht kommt das ja noch. Aber bislang sind dort leider nur ausgewählte Aussagen zu finden.
Stefan Heim aber habe zum Beispiel laut dem Live-Ticker auf nordbayern.de auch gesagt:
“Dem strukturellen Defizit hatte man im Vorjahr den Kampf angesagt – und zumindest in einigen Bereichen verkündet Heim nun Erfolge. Etwa bei den Frauen und dem Nachwuchs.”
Keine Kunst. Denn die Clubfrauen spielten im Berichtsjahr nur 2. Liga.
Heim habe laut nordbayern.de zudem gesagt:
Die Kosten für die Lizenzmannschaft und deren Personal sind hingegen gestiegen. “Das wollen wir aber”, erklärt Heim. Denn: “Ein teurerer Kader steht für mehr Qualität – und sportlichen Erfolg.”
Was für eine Aussage.
Martin Funk schreibt vollkommen richtig:
“Klar ist: Nicht in jedem Geschäftsjahr wird der Club einen Netto-Transfergewinn von 23,8 Millionen Euro ausweisen können. Mittelfristig MUSS der FCN auch sportlich deutlich erfolgreicher werden. Nur so kann das wichtige TV-Geld (diesmal 14,4 Mio.) wieder nennenswert ansteigen.
Gelingt das nicht, ist der erhöhte Personalaufwand für die Lizenzmannschaft (zuletzt 18,4 Mio.) nur noch schwer zu rechtfertigen. Denn in der laufenden Saison dürften die Franken wieder einen Top-6-Spieleretat aufgestellt haben, liegen in der Tabelle aber derzeit nur auf Rang 11.”
Ich muss zugeben, dass ich auch dachte, der Kader letztes Jahr war nicht viel teurer als der letzte Kader von Hecking. Von wegen. Der Joti-Kader ist um einiges teurer. Und was da in dieser Saison mit 36 Profi-Verträgen auf uns zukommt, möchte ich gar nicht wissen.
Eins aber muss man auch dazu sagen: Joti kann nur soviel Geld ausgeben, wie ihm Heim zubilligt und der Aufsichtsrat durchwinkt.
Der Vorstand hat ganz offensichtlich kein Interesse an Transparenz und sich wochenlang anhaltende mediale Diskussionen um einzelne Inhalte der Reden zu stellen. Und genau deshalb flüchtet man sich immer in Allgemeinplätze, wie “strukturelle Herausforderungen/Defizite”, “Kampf ansagen”, “Qualität” statt Ross und Reiter zu benennen:
– wie hoch ist das strukturelle – also nicht dem operativen Geschäftsbetrieb geschuldetem – Defizit?
– aus welchen Bestandteilen setzt es sich konkret zusammen?
– mit welchen Maßnahmen wurden welche Bestandteile schon angegangen?
– was wurde konkret erreicht?
– was sind vor diesem Hintergrund die Planungen um wieviel dieses offenbar so entscheidenden Themas nachhaltig abzutragen?
Daneben wird offenbar ganz bewusst keine Auskunft gegeben, inwieweit sich die Eigenvermarktung rentiert hat und was man gedenkt zu tun, um hier erfolgreicher zu werden. Die ersten Jahre können ja kein Erfolg gewesen sein, weil man beim ersten wichtigen Vertrag – dem Hauptsponsor – downsizen musste. Das sind angesichts der konjunkturellen Situation durchaus nachvollziehbare Herausforderungen. Es gab Erfolge, wie der Biersponsor, aber das Saldo im Vergleich zu sportive inkl. deren Liquiditätsspritzen, kann doch nicht positiv sein. Aber warum wird das nicht offen diskutiert?
Bei beiden Themen – strukturelles Defizit als auch Eigenvermarktung – wie aber auch beim kursierenden Steuerthema und dem Verzicht auf ein Remotekonzept der JHV um mehr Mitglieder partizipieren zu lassen, kann man nur zu einem Schluss kommen: der Vorstand versucht die Mitglieder im unklaren zu lassen.
Warum das so ist, kann sich jeder selbst beantworten.
Diese gewollte Intransparenz geht mir am meisten auf die Nüsse.
Ich bin überhaupt kein Freund der Springer-Presse, aber ich muss es sagen, wie es ist: Martin Funk und Nico Gelev machen in der Tat einen guten, weil teilweise aufklärenden Job. Klar, es ist Boulevard und das muss man dann beim Lesen berücksichtigen. Aber ich bin als Clubfan dankbar, dass es Journalisten gibt, die wachsam sind. Das gilt natürlich auch für Benni Hofmann und Chris Biechele vom “kicker”. Bitte weiter wachsam bleiben.
1) Hinsichtlich des finanziellem Überlebens in der 2. Bundesliga scheint es ja alternativlos zu sein, Spieler hervorzubringen, die sich gewinnbringend verkaufen lassen.
2) Geliehene Spieler ohne Kaufoption sind nur dann sinnvoll, um Abstiegsnöte abzuwenden oder den Aufstieg in BL1 zu sichern. Leihen ohne Kaufoption zum “Herumdümpeln” in der 2.BL gefährden die eigene Talentförderung.
3) Beim Fundament der Talenthervorbringung, den Nachwuchsmannschaften, sind wir inzwischen wieder die Nummer Eins in Franken. Die Frage für mich ist hinsichtlich des möglichen sportlichen Aufstiegs von der Regionalliga in die Dritte Liga, ob in der höheren Liga nicht auch mehr auf “fertige”, also ältere Spieler gesetzt werden müsste als in der Regionalliga, so dass die höhere Spielklasse sogar kontraproduktiv für das Ziel Talentförderung sein könnte.
4) Für den Aufstieg in BL1 besteht die Gefahr, dass es so eine Art “All In” gibt, wo dann wieder vom Jugendweg abgekommen wird, die Nachwuchsarbeit vernachlässigt wird ….
Das hatten wir alles schon mal. Eine Garantie, dass sich das nicht wiederholt, sehe ich in dem Spannungsfeld Glubb leider nicht.
5) Unsere Spielstätte ist sicherlich nachteilig. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie erstaunt ein Verantwortlicher von Mainz 05 die geringen Eintrittseinnahmen des hiesigen Stadions im Vergleich zu dem der Mainzer zur Kenntnis genommen hat (beide Mannschaften waren damals Erstligisten). Dass es trotz “ungünstiger” Sportstätte gehen kann, zeigt das Beispiel Freiburger SC, die ja erst seit kürzerer Zeit eine moderne eigene Spielstätte haben. Eigentümer der neuen Freiburger Spielstätte ist eine städtische Tochter, der Sportclub ist Pächter des Stadions. Im alten Dreisamstadionmfinden Spiele der Freiburger Damenmannschaft und der Zweitvertretung der Herren statt.
6) Täusche ich mich oder ist es tatsächlich so, dass der 1.FCN mehr in den ins Haus stehenden Stadionumbau eingebunden ist, als es bei den früheren Maßnahmen der Fall war? Die Stadt Nürnberg hat zwar kein Geld, besitzt aber ein Stadion, hat dort mit dem FCN einen Dauermieter, und es besteht ob der maroden Baustruktur des Stadion Zeitdruck. Der ins Haus stehende Umbau ist also nix, was sich seitens der Stadt noch lange aussitzen ließe. Insofern bin ich leicht optimistisch, dass eine neue Spielstätte eine Sache von Jahren aber nicht Jahrzehnten ist.
7) Dürfen wir einen Aufstieg in die 1. Bundesliga schon vor einem Stadionneubau wagen?
Klar für mich ist, dass ein Abstieg in die Dritte Liga unbedingt vermieden werden muss.
zu 1)
Nicht zwingend. Der HSV zum Beispiel hat es (nach einigen tiefroten Jahren) tatsächlich geschafft, unter anderem mit Veranstaltungen im eigenen Stadion, schwarze Zahlen in Liga 2 zu schreiben.
Stefan Heim: “Heute sind wir reiner Mieter unseres Achtecks. Wir können nur 17 Mal im Jahr über unser Stadion verfügen. Deswegen wollen wir Betreiber unseres Stadions werden, damit wir auch 365 Tage im Jahr über dieses Stadion verfügen können. Das ist ein entscheidender Faktor.” (Quelle: fcn.de)
zu 4)
Volle Zustimmung.
Dieses “All Inn” darf es nie mehr geben. Lieber wieder absteigen als noch einmal vom Weg abzukommen.
Aber ein Aufstieg wäre – abgesehen vom Finanziellen – trotzdem so wichtig, um unseren Talenten eine noch bessere Plattform zu bieten.
zu 6)
Das sehe ich auch so. Ich denke auch, dass ein neues Stadion noch nie so konkret war wie heute.
Die Freiburger Spielstätte war aber sportlich alles andere als ungünstig.
Mit Laufbahn und keinen von Freiburger Präsidenten und Cheftrainer in der Halbzeit angebrüllten SR
Dr. Drees hätte der FCN in Freiburg im April 2014 nicht verloren.
Ich bin halt immer noch der Meinung dass ein Aufstieg uns finanziell wesentlich weiter bringt als dieses ständige Ausbilden junger Talente um sie dann zu verkaufen. Man könnte fast denken Klose legt mehr Priorität darauf einzelne Spieler zu entwickeln als eine Mannschaft zu entwickeln. Hat er etwa Angst vor der Bundesliga ?
– 1.Liga bringt uns finanziell weiter als Talenteverkauf: Ja, sicher, wenn es richtig angegangen wird. Wie die Westvorstadt zeigt, ist das aber risikobehaftet. Zu irgendeinem Zeitpunkt hat es bei denen mit der für sie notwendigen Talenthervorbringung nicht mehr geklappt. Und dann geht es finanziell an die Substanz.
Übrigens ist Aufstieg und 1.Liga leider auch kein Mittel gegen Ausverkauf. Allerdings werden sicher höhere Ablösen generiert.
– Klose Angst vor der Bundesliga: Kann ich mir nicht vorstellen. Warum sollte er? Welches Risiko mehr als er jetzt hat, sollte er nach einem Aufstieg haben? Und irgendwann endet sowieso seine Zeit mit dem FCN. Weil der FCN bei einer Krise sich von seinem Trainer trennt. Bis auf damals mit Heinz Höher war das schon immer so. Vielmehr glaube ich, dass er momentan genau das tut, was die Vereinsspitze ihm vorgibt.
Das Problem ist halt, dass ein Aufstieg nicht planbar ist. Selbst wenn man All-In geht, garantiert das nicht den Erfolg. Geht das aber schief, hat man den Club gegen die Wand gefahren.
Die planbarste Weise, den Verein voranzubringen ist nunmal das Ausbilden und Vergolden von Nachwuchsspielern. Wenn der finanzielle Spielraum größer geworden ist, kann man sich auch ein hochwertigeres Gerüst leisten und bekommt die besseren Nachwuchsspieler. So die Theorie.
Und wenn es dann mal in einer Saison richtig gut läuft, kann man auch aufsteigen. Wichtig ist aber, dass die Planung nicht darauf ausgelegt sein darf, dass man zwingend aufsteigen MUSS, um sich nicht zu übernehmen, denn dann geht es schief.
Da gibt es keine 2 Meinungen. Große finanzielle Sprünge kann man abseits von außerordentlichen Effekten, wie dem Verkauf von Supertalenten, nur über die TV Gelder machen. Alleine deshalb führt mittelfristig kein Weg an der ersten Liga vorbei.
Aber was ist “mittelfristig”? 3 Jahre? Dann muss man es in jedem Fall heute schon anders als Joti angehen. Heidenheim haben es gezeigt, Elversberg auch. Die haben sich rangerobbt. Man kann nicht jedes Jahr umfassende Kaderumwälzungen in Kauf nehmen. Dafür braucht man eine strategische Kaderplanung, sicher kein All-In, gerade wenn man keinen herausragenden Sportvorstand/Kaderplaner hat.
Genauso obligatorisch ist für einen Verein wie den Club dennoch der Fokus auf Talententwicklung. Nur muss eben auch dort tatsächlich fokussiert vorgegangen werden. Es bringt nichts auf masse zu setzen. Das wirkt alles aktuell viel wie ein Sichtungslehrgang in Malente und das Setzen auf Masse. Top steigt man sicherlich nicht auf.
Malente. 😃
Vielleicht, @Mirko, ist Joti aber noch unser geringstes Problem auf der Führungsebene. Klar, Jotis Arbeit ist ständig sichtbar, Woche für Woche. Die Arbeit von Rossow und Heim ist weniger sichtbar.
Und dass Joti nicht noch mal so ein Transfer-Chaos liefern darf, ist auch klar. Vor allem dieses sinnlose Geleihe, Mustapha und so.
Aber andererseits ist Joti halt schon jemand, der für unseren Weg steht…
Du hast natürlich Recht. Bloß gibt es kein Patentrezept gegen das Wegverkaufen. Da macht man eine strategische Kaderplanung und dann kommt ein neureicher Verein um die Ecke oder die Spieler wollen schneller an die großen Fleischtöpfe und schwups sind die Korsettstangen weg und der Plan ist im Eimer.
Ich finde es immer noch erschreckend, wie kurz einige unserer ehemaligen Jugendspieler bei uns in der Herrenmannschaft gespielt haben und wie rasch sie verkauft waren.
Es wird aber sicherlich ein bisschen besser, wenn der 1.FCN nicht mehr verkaufen muss, um Löcher zu stopfen.
Das ist die Realität des 1. FC Nürnberg im Spagat zwischen den sportlichen Zielen eine “Mannschaft” zu entwickeln und Talente auszubilden die, wenn es klappt schneller als man schauen kann wieder weiterverkauft werden. Dabei solle man denke ich beachten mit einem 36 Mann XXL Kader, wenn es mal nicht klappt Megatalente teuer zu verkaufen, nicht auf den Bauch zu fallen mit den Kosten. Dieses Konzept ist schon auf Kante genäht.
Und den aufgeblähten Verwaltungsapparat mal zu straffen und effektiver zu machen, das geht auch niemand wirklich an beim Club, so dass viel Geld einfach aufgefressen wird.
@Fränki: ich maße mir gar nicht an zur beurteilen, wer von den 3 Vorständen das größere/größte Problem ist. Auf Basis dessen, was ich glaube zu wissen bzw. verstanden zu haben, sind es alle 3 inkl. dem Aufsichtsrat. Das klingt bestimmt polemisch, meine ich aber gar nicht so. Ich wäre froh, wenn es nur polemisch wäre. Ich sehe aber von den Themen, die man als Externer zu Ohren bekommt jeweils eine negative Bilanz. Es geht mehr schief, als das es gelingt. Rossow ist für mich jedoch in jedem Fall eine absolute Fehlbesetzung. Dafür ist er einfach schon zu lange im Amt und die Reihe an Anfängerfehlern, die Jahr für Jahr passieren und von denen man erfährt passen zu den nicht erreichten Zielen bei Mitgliederakquise, Eigenvermarktung, etc.. Am Ende des Tages wird der Verein auf allen Ebenen zu schlecht geführt. Wer ist am Ende für die Besetzung der Vorstandsposten verantwortlich?
@Kumopen
Dieses “Wegverkaufen” kann man ab einer gewissen Größenordnung nicht verhindern. Das gehört zum Geschäft. Die Spieler wollen ja selbst weg, wenn sie woanders das Doppelte oder Dreifache verdienen können.
Cheftrainer Miroslav Klose hat dazu Folgendes gesagt:
“Zugleich müsse man vorbereitet sein, erneut Leistungsträger zu verlieren – wie es in Nürnberg regelmäßig vorkam. Entsprechend sei es wichtig, frühzeitig Alternativen zu scouten. Erst wenn solche Voraussetzungen erfüllt seien, könne man realistisch höhere Ziele ins Auge fassen: ‘Dann kann man perspektivisch oben angreifen. Aber das wird dieses Jahr noch nicht der Fall sein’, bremst Klose.” (Quelle: Clubfokus, Bezug nehmend auf ein ZDF-Interview)
Es ist also Aufgabe von Joti und Bischof schon jetzt zu wissen, wen man im Falle eines Abgangs von z.B. Markhiev oder Zoma holen könnte, frühzeitig den Kontakt herzustellen und zudem rechtzeitig den oder die neuen Spieler klarzumachen.
Eine vorausschauende Kaderplanung ist das A und das O. Mit Bischof, den neuen Scouting-Strukturen und mit den ganzen Datenanbieter hat Joti jetzt alle Möglichkeiten, vorausschauend zu planen.
Würde ich dir komplett zustimmen. Im Fall Jander ist das ja z.B. getan worden. Hier standen ja mehrere Alternativen in den “Startlöchern”. Da der Abgang aber wohl bereits nach Ende der letzten Saison beschlossene Sache war wird das vergleichsweise einfach gewesen sein. Passend ist der Ersatz trotzdem.
Ich finde dennoch, dass man den schwarzen Peter hier nicht alleine Joti zuschieben darf. Die Probleme im Sturm fußen aus meiner Sicht v.a. auf der massiven Fehleinschätzung des Entwicklungsstandes von Stepanov (dieser war in den ersten Testspielen ja noch gesetzt) und natürlich Biron. Bei ersterem wäre für mich aber auch Klose in der Pflicht. Hat er früh genug (also nach ein paar Trainingseinheiten) kommuniziert, dass der junge Mann noch nicht soweit ist oder war er zuversichtlich das er ihn schon hinbekommt? Auch der Verkauf von Villadsen wird ja nur zur Stande gekommen sein weil Klose grünes Licht bei Janisch gegeben hat (zumindest hoffe ich das). Die Verpflichtung von Kossundu und Drexler wurde vor allem nötig, weil Klose kurzfristig von 3er auf 4er-Kette umstellen musste und Janisch wohl defensiv doch nicht stabil genug war. Auch bei Baack muss sich Klose die Frage gefallen lassen warum er ihn so gar nicht in Tritt bekommen hat. Auf Basis der Daten wäre das nämlich eigentlich ein guter Neuzugang gewesen. Der Spieler verlernt ja nicht plötzlich alles nur weil er jetzt eine Liga höher spielt. Als Außenstehender finde ich das alles schwierig zu bewerten. Denn vielleicht lief Klose auch schon nach dem ersten Training bei Joti Sturm und hat die angesprochenen Dinge moniert.
Ja, da hast Du Recht.
Inwieweit Klose involviert war, können wir als Außenstehende nicht wissen. Was wir wissen ist: Joti trägt für die letzte Transferphase die volle Verantwortung. Insofern ist die Kritik an Joti richtig adressiert, finde ich.
Naja, Hauptsache, es wird jetzt besser. Ich wäre enttäuscht, wenn man sich ohne Not im Winter wieder einen Stürmer leihen würde ohne Kaufoption, das bringt uns halt nicht wirklich weiter.
Ich wundere mich halt schon sehr warum bei Telalovic gar nichts kommt, der immerhin mit einer Mannschaft wie Ulm ich glaube 12 Zweitligatore gemacht hat. Paßt er nicht in den Spielstil der bei uns ja eher flach und auf Tiefenläufe angelegt ist. Fehlt ihm dafür der Speed? Warum kommt da gefühlt gar nichts?
Sylvestr, Daferner, die haben davor und danach getroffen, beim Club aber höchst unglücklich ausgesehen. Früher dasselbe zB mit Uwe Rössler, der bei uns tölpelhaft herumgestolpert ist und es danach bei Man City bis in die Hall of Fame geschafft hat. Eine Erklärung dafür habe ich nicht. Außer einem hilflosen ‘das kommt halt mal vor’. Wobei es gefühlt beim Club ziemlich regelmäßig vorkommt.
Sylvestr? Nach seiner Zeit beim Club 10 verschiedene Mannschaften in Dänemark, Israel, Baltikum etc in acht Jahren, und zu seinen sechs Einsätzen in der Nationalmannschaft ist auch keiner mehr dazugekommen. Da würde ich eher sagen, der hatte ein Ausreißerjahr in Aue und dann kam nichts großes mehr.
Daferner? Hat vor vier Jahren einmal mehr als zehn Tore in einer Saison in der 2. Liga geschossen. Beim Club und Düsseldorf in 55 Spielen vier Tore…
Die würde ich beide nicht unbedingt als Beispiel für Lusche beim Club, Held überall sonst nehmen.
Die Beispiele sprechen eher dafür, dass wir gerne mal ein Ausnahmejahr überbewerten.
Auch bei Telalovic???
Da sage ich, dass er sich doch wenigstens als Einwechseloption anbieten müsste…
Gefällt mir, was Miro über die Rückkehr von Marek Mintal und allgemein die Einbindung von Legenden beim Club sagt: „Solche Leute müssen wir versuchen, an den Club zu binden.“
Bemerkenswert daran ist das “müssen WIR versuchen”. Ich finde es einfach Klasse, wie sich Miro mit dem Club identifiziert!
Ja, diese Aussage von Miro zu den Clublegenden hat mich auch beeindruckt. Man spürt, dass man den Club in allen Bereichen verbessern will und auch, dass man hier etwas für die Clubfans macht.