FCN Quo vadis 2. Liga?
Die Saison 25/26 präsentiert nach dem Rückrundenstart ein ungewöhnliches Bild. Fast 2/3 der Tabelle haben sich noch nicht restlos befreit aus einem möglichen Abstiegskampf. Das verbleibende obere Drittel setzt sich allmählich nach Punkten ab um die Aufstiegsplätze unter sich auszumachen. Schalke 04 liegt auf der Pole Position gefolgt von Darmstadt 98 und dem SV Elversberg “Die Elv”.
Viel Tradition
Kein Zweifel nachdem wirtschaftlich große Vereine wie der Hamburger SV und der 1. FC Köln die 2. Liga nach oben verlassen haben, ist die Leistungsdichte der 2. Fußball Bundesliga noch enger zusammen gerückt und immer noch gespickt mit Traditionsvereinen wie Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern, Karlsruher SC, 1. FC Nürnberg, Hannover 96, Hertha BSC, VFL Bochum .. Die Verzweiflung bald wieder zur Belle Etage der 1. Bundesliga zu gehören ist fast überall spürbar. Man kann sie riechen, aber in so einer starken 2. Liga ist es eben kompliziert. Vieles wird sich vor der Saison ausgedacht und geplant. Pläne die meist schon nach wenigen Spielen hinfällig werden eingeholt von der Realität, wenn manches dann doch nicht so aufgeht wie gedacht.
Die Nahtstelle zwischen Abstiegskampf und Aufstieg dürfte sich aktuell in etwa um Platz 6. oder 7. befinden belegt vom 1. FC Kaiserslautern und Hertha BSC, die beide kaum noch Chancen haben ernsthaft um den Aufstieg mit zu spielen. Da glimmt nur noch ein kleiner Funke, der Aufstiegsambitionen eher unwahrscheinlich macht.
Gute Tabellenmitte
Direkt dahinter positioniert sich schon der 1. FC Nürnberg auf Platz 8, nach ganz oben keine Erfolgs versprechenden Ambitionen mehr aber mit einem Polster nach unten zum Abstiegskampf. Das hätte vielleicht anders ausgesehen, hätte man nicht zum Saisonstart bereits so viele Punkte verschenkt und liegen lassen als man kurzzeitig sogar das Tabellenende Platz 18 zierte. Die ersten 5 Punktespiele ..eher zum vergessen.
Aber schon beim 1. FC Nürnberg aktuell auf Platz 8 beginnt es, dass man sich keine Schwäche Periode erlauben kann um nicht doch wieder unten in einen hitzigen Abstiegskampf zu rutschen. Schwäche Perioden ja das kennen wir auch zu gut beim 1. FC Nürnberg, denken wir nur an die Rückrunde der vergangenen Saison 24/25.
Trainierteam mit Ehrgeiz
Miroslav Klose ist ehrgeizig, das betont er immer wieder und das sieht man auch an seiner detailreichen, leidenschaftlichen Arbeit mit dem Kader. Dennoch nach oben ist der Zug weg, man kann sich nur weiterhin in dem kleinen Mittelfeld der Liga stabilisieren. Ein Tabellenplatz zwischen Platz 6 und 10 sollte es am Ende werden als realistisches Ziel.
Ob man im 2. Jahr mit Joti Chatzialexiou als Sportvorstand und Miroslav Klose als Cheftrainer das Gesamte als Erfolg und Weiterentwicklung verstehen kann liegt wohl im Auge des Betrachters. Zu lange haben wir ganz oben in der Tabelle nun schon keine Rolle mehr gespielt. Einen 3. Tabellenplatz wenigstens hat man zuletzt in der Aufstiegssaison 2017/18 belegt danach nie wieder. Dafür viele Jahre Mittelmaß in der 2. Liga.
Aber der Clubfan denkt sowieso nur emotional von Spiel zu Spiel. Wir erfreuen uns an Spielausgängen wie zuletzt das famose 5:1 gegen den KSC. Das Große Ganze traut man sich kaum mehr zu formulieren, wie eine Rückkehr in die 1. Liga um nicht als ungeduldiger Mahner verstanden zu werden. Geduld ist gefragt.
Moving Day
Wir kommen jetzt in eine Saisonphase, die man im Profi Golfsport als „Moving Day“ bezeichnet, wo ein Turnier immer über 4 Tage (4 Platzrunden) geht und am 3. Tag positionieren sich alle sichtbar für den Endspurt am letzten Tag, wenn die Entscheidungen dann endgültig fallen.
Der Club hat sich nach 23 Spieltagen bereits positioniert zwischen den Welten, nach oben geht nichts mehr und nach unten hoffentlich auch nicht. Man hat eigentlich jetzt im Februar schon Planungssicherheit für den Sommer und für die neue Saison 26/27. Diese Planbarkeit sollte man nutzen, um vielleicht in der nächsten Saison endlich einmal oben angreifen zu können. Aber bis dahin gibt es natürlich immer noch genug auf dem Spielfeld zu tun.
Riesen Kulisse in Berlin
Das werden wir bereits am kommenden Sonntag im Berliner Olympiastadion sehen, wie sich die junge Mannschaft des 1. FC Nürnberg vor der gewaltigen Kulisse von 60.000 Zuschauern (Edit: nach berechtigten Einwänden wohl eher so 40.000 herum) schlägt. Oder wie Miroslav Klose zu sagen pflegt.. Wir müssen nur unser Spiel auf die Platte bekommen!
Autor: Juwe
Bildquelle/Composition: Juwe, Stream



Nicht uninteressant
https://youtu.be/rpt1NRByjfU?si=gYBOw_mLQztrDCaT
Martin Bader ua über seine Zeit beim Club.
Da werde ich doch ein wenig wehmütig, damals waren wir noch etablierter Erstligist…
Richtig, Geduld ist gefragt. Leider seit vielen Jahren ein Dauerzustand beim Club. Dass wir Clubfans so lange Ruhe bewahren, wäre früher unvorstellbar gewesen #schwierigesUmfeld. Doch wir schaffen es seit Jahren, mitunter unter erheblichen Anstrengungen, unser Temperament zu zügeln. Weil es vernünftig ist!
Aber ist Vernunft sexy? Da bin ich zwiegespalten. Das kann auch dazu führen, dass die Fans an Leidenschaft verlieren, sich eine gewisse Gleichgültigkeit (Resignation?) breit macht. Vor allem dann, wenn die Fortschritte ausbleiben bzw nur sehr langsam erkennbar sind. Und beim FCN befinden wir uns schon ziemlich lange in einem Schwebe-Zustand der Konsolidierung und Umgestaltung. Der realistisch betrachtet auch noch andauern könnte, bis das neue Stadion verbesserte Rahmenbedingungen bietet. Ein wenig mehr Ehrgeiz, Euphorie und schnellere Verbesserungen würde ich mir schon wünschen. Den Aufstieg als Saisonziel auszugeben, wäre utopisch. Doch mal einen Kader zu haben, der zumindest realistisch um Platz 3 mitzuspielen, das würde meine rotschwarze Seele schon sehr angenehm wärmen!
@Block4
Warum soll es denn “utopisch” sein, das Saisonziel “Aufstieg” auszugeben? Vielleicht wäre dies nicht clever, aber “utopisch”?
Klar, man kann keinen Aufstieg planen. Es kann immer was schiefgehen. Aber “um den Aufstieg mitspielen”, muss doch bitte ein realistisches Ziel sein.
Elversberg ist nicht Utopia. Total-Umbruch, schmales Budget, kleines Stadion – und trotzdem wieder vorne dabei. Auch der SC Paderborn macht es uns doch aktuell wieder vor.
Wenn Du gut und antizipativ arbeitest in der Kaderplanung, dann ist ein Aufstieg keineswegs utopisch. Insofern müssen und werden wir kommende Saison ernsthaft angreifen. Alles andere wäre eine Enttäuschung.
Komisch, aber mir als Langzeit-Clubfan macht auch die zweite Liga Spaß. Natürlich würde ich mich mal wieder über einen Aufstieg freuen. Aber die Vorstellung, dann gegen die von Championsleague-Erlösen gepamperten Millionärsvereine nur Außenseiterchancen zu haben, reizt mich nicht so richtig.
Dieses Schicksal würden wir dann allerdings mit etwa zwei Dritteln der Bundesliga teilen. Leider. Es ist wirklich widerlich, wie wenig Bayern & Co auf einen fairen nationalen Wettbewerb Wert legen.
Aber was macht am Ende des Tages weniger Spaß? In München oder in Dortmund zu verlieren? Oder jedes Jahr Talente verkaufen zu müssen, um die 2. Liga zu finanzieren?
Traurig ist es schon, wenn Vereine wie der Club, aber auch Köln, Kaiserslautern oder Hannover oder Düsseldorf als größten aller Träume den Aufstieg haben und dann, wenn alles genial läuft, irgendwie noch 3 Vereine hinter sich zu lassen. Und dann sind 10 von 17 Gegnern auch noch unglaublich langweilig, FCA, Mainz etc.
Aber wäre schon mal wieder schön 3:0 gegen Frankfurt statt gegen Sandhausen o.ä. zu verlieren.
Für die nächste Saison sollte “um den Aufstieg mitspielen” schon das Ziel sein. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Joti zu Beginn einen 2-Jahres-Plan ausgegeben. Das erste Jahr nach dem großen Umbruch sollte ein Jahr der Konsolidierung sein, das zweite Jahr wollte man dann ambitionierter unterwegs sein. Besser kann ich es nicht schreiben, ich bilde mir ein, dass das Wort Aufstieg gefallen ist, aber sicher bin ich mir da nicht. Sowas wie frühestens im zweiten Jahr. Zu Beginn dieser Saison war dann von den besten 25 Mannschaften die Rede, also mindestens Platz 7. Aber eben auch mehr.
Leider wurde diese Zielsetzung zu Saisonbeginn abgeschenkt. Auch meiner Meinung nach als Folge einer zunächst verfehlten Kaderplanung, aber da kann man sich hier wahrscheinlich noch ewig streiten. Und nachdem Miro nun endlich seine Unterschrift unter die Vertragsverlängerung gesetzt hat, wieder etwas Ruhe eingekehrt ist und die Mannschaft auf dem Platz stabiler wirkt, schauen wir also nach vorn.
Wenn es gelingt, einen qualitätsvollen Mannschaftsstamm aufzubauen und zu halten und es dieses Mal besser anzustellen bei den Transfers, sollte nächste Saison nach langen Jahren wieder mehr drin sein. Und vielleicht schafft es das Duo Miro/Joti dann sogar gewissermaßen im Zweier-Bob aufs Treppchen zu fahren. Das Bild ist jetzt ein bisschen verspätet, weil gestern ja Schluss war mit Olympia, aber gefällt mir irgendwie.
Der Eiskanal war in der Tat der einzige Ort, wo die (wieder mal) zu hoch gesteckten Ziele nicht verfehlt wurden. Da darf der geneigte Steuerzahler durchaus mal hinterfragen, was man mit seinem Geld so treibt.
Jetzt zieht das IOC in Erwägung, die Nordische Kombination aus dem Programm zu schmeißen. Mehr Snowboard. Mehr Freestyle. Mehr Show. Und Kaulitz moderiert mit neuer Kauleiste “Wetten, dass…”.
Also manchmal…
Minimaler Einwand zum “Leitartikel”: Die Zeiten von 60.000 bei Hertha sind auch vorbei, gegen Hannover vorletzte Woche (bei noch etwas weniger hoffnungslosen Tabellensituation) waren es inkl. 7.000 Kollegen aus Hannover gerade mal 42.000. Nicht daß ich es mir wünsche aber da werden am Sonntag inkl. “no show Dauerkartlern” schon große Lücken sein.
Ja da hast du schon Recht 60K werden es wohl nicht werden. Ersetzen wir im Kopf einfach die durch eine 4 oder so ..
Also diesen Engelhardt kenne ich doch irgendwoher…
Er scheint gut ausgebildet worden zu sein…
https://www.transfermarkt.de/engelhardt-voll-im-flow-quot-warum-der-cottbus-torjager-die-saison-seines-lebens-spielt/view/news/475794
Rebbe hat in Kiel Rapp entlassen und dafür Walter geholt. Ob das mittel- bis langfristig eine gute Entscheidung war?
Kurzfristig für uns wohl eher nicht… 😜
Tim Walter steht einerseits für Emotionen. Insofern könnte er kurzfristig den Durchlauf erhitzen und Kiel zum Klassenerhalt führen. Mit den Pokal-Millionen kann man dann auch wieder angreifen.
Tim Walter steht andererseits für hemmungslose Offensive. Doch der Walterball hat weder beim VfB noch beim HSV und auch zuletzt in Hull nicht wirklich funktioniert.
Insofern eine mutige Entscheidung von Olaf Rebbe. Auch wenn Marcel Rapp ebenfalls offensiv spielen ließ.
Am Wichtigsten ist, zu Beginn der nächsten Saison eine fertig eingespielte Mannschaft zu haben. Nur dann haben wir eine Chance um den Aufstieg mitzuspielen. Ich würde mal sagen: Hätte das Management den Anfang nicht verschlafen und die ersten Spiele nicht mit einer halbfertigen Mannschaft gespielt, würden wir jetzt um den 3. Platz mitspielen. Jetzt fehlen uns die Punkte. Das war eindeutig fehlende Porfessionalität. Sowas darf nicht nocheinmal passieren.
Wobei das ja eigentlich voraussetzen würde, dass bei einer früheren Fertigstellung des Kaders auch die gleichen Spieler gekommen wären. Bei Zoma hat es meine ich geheißen, dass man ihn auch früher hätte verpflichten können, aber dann für eine höhere Ablöse. Dass Markhiev und Becker schon früher bereit gewesen wären, bei uns zu unterschreiben, kann ich mir persönlich aber nicht vorstellen. Und wie dann die Ersatzverpflichtungen performt hätten, weiß man ja nicht.
Anders als Elversberg oder Paderborn haben wir im Moment noch keine jahrelang gewachsenen Prinzipien und Strukturen im Spielansatz und verlassen uns dementsprechend noch viel auf individuelle Qualität. Deswegen wäre es meiner Meinung nach auch nicht so leicht gewesen, einen Verzicht auf diese individuelle Qualität zu riskieren, indem wir Spieler geholt hätten, die weniger attraktive Möglichkeiten auf dem Transfermarkt haben und folglich früher abschlussbereit gewesen wären.
Aber natürlich stimmt es, dass man in dem Moment, in dem man ernsthaft den Aufstieg in den Blick nehmen will, die bisherige Vorgehensweise auf dem Transfermarkt nicht einfach so weiterführen kann.
Ich denke schon, dass man einen Becker früher bekommen hätte, wenn man schon länger in Kontakt gewesen wäre und ihn überzeugt hätte von unserem Projekt.
Einen Grimaldi hättest Du auf jeden Fall früher bekommen – und das wohl auch deutlich günstiger.
Markhiyev soll ja laut Medien gar nicht die erste Wahl gewesen sein. Sondern Mattsson, der dann nach England ging.
Bei Zoma hat Joti laut Medien abgewartet, bis er einen besseren Preis bekommt. Das hat Chatzialexiou gut gemacht.
Dein Argument mit den “jahrelang gewachsenen Prinzipien und Strukturen im Spielansatz” bei Elversberg und Paderborn finde ich sehr richtig. Zu erwähnen ist aber auch, dass wir uns von JTA und den anderen Daten-Anbietern einen Booster erhofft haben…
Was glaubt ihr denn Stand jetzt nach immerhin 23 Spieltagen, wer diese Saison Auf- oder Absteigt!? Wer ist Dr. Ball und landet die sicherste Vorhersage?
Absolut schwer zu sagen,ich versuche es mal! -)
Schalke und Darmstadt steigen auf! Der dritte ist egal, verliert sowieso die Relegation!
Fü…,Münster runter! Und Kiel Relegation!
Aber das ist eher wie Lotto spielen! Bekommt der Sieger des Tippspiels am Ende was? -)
Sehr, sehr schwer zu prognostizieren….
Das hat tatsächlich etwas von Lotto spielen.
Mein Gefühl sagt mir dass es Schalke irgendwie noch vergeigt, warum weiss ich auch nicht.
Ich tippe auf Darmstadt und Hannover. Dritter Paderborn oder Elversberg.
Abstieg ist ja noch schwieriger vorauszusagen.
Ich hoffe einfach dass die Nachbarn drin bleiben, auch wenn mich das jetzt ein paar Minusdaumen einbringen wird.
Ich tippe
1. Schalke
2. Elversberg
3. Paderborn
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16. Münster
17. Greuther Fürth
18. Dresden
Also Abstiegskampf wird dieses Jahre glaube ich sehr tricky … und ich glaube gegen die Abstiegskandidaten werden auch wir uns der Club am schwersten tun, die werden versuchen situativ zu pressen wie eine Horde Wikinger und gut auf die Socken geben, ob das unserer jungen Mannschaft liegt da habe ich gewisse Zweifel, remember Regensburg letzte Saison.
Mein Tipp:
Schalke und Paderborn steigen auf,
Münster und Dresden steigen ab.